Hallo ihr Lieben,
ich schreibe euch heute aus Thailand. Seit dem 03. März sitze ich in der brütenden Hitze. Mit der Uni Oldenburg haben wir eine Exkursion auf der Insel Koh Pha Ngan zum Thema Korallenriffökologie durchgeführt. Es wurde 12 Tage lang in Kooperation mit dem COREsea-Researchcenter geschnorchelt und die Unterwasserwelt untersucht. Es war super schön und mein Schnorcheln hat sich gerade in Bezug auf die maximale Tiefe und die Zeit super verbessert. Zusammen mit einigen Tauchern vom Center haben wir auch Auslüge in den naheliegenden Marine National Park gemacht. Es war wirklich atemberaubend schön. Ich bilde mir sogar ein einen noch sehr kleinen, jungen Reefshark gesehen zu haben. Leider kann keiner meine Vermutung bestätigen und mit der Aufregung über die Begegnung mit dem doch recht großen Fisch, der genau auf mich zu kam und der Zeit, die seit dem vergangen ist, bin ich mir auch nicht mehr so sicher. Mit einem strammen Zeitplan blieb leider nicht mehr so viel Zeit für die Erkundung der Insel oder Schnuppertauchgänge.
Heute ist der Großteil der Reisegruppe wieder abegedüst. Ich hatte Lust noch länger zu bleiben und auch noch was vom Land zu sehen. Desswegen habe ich meinen Rückflug um 12 Tage verlängert und noch vor Sonnenaufgang habe ich mich heute mit meinen beiden Kommilitoninnen Melina und Laura auf unsere kleine Inselexpedition begeben. Es ging auf unbeschilderten Wegen und einer undeutlichen mündlichen Wegbeschreibung irgendwo im Hinterkopf den Berg hinauf. Auch um kurz nach 7 Uhr morgens wurde uns bei 35° Steigung, ähnlich vielen Grad Celsius und der Sonne schon ganz schön warm und der Weg war leider doch nicht so einfach wie gedacht. Aber nach 1,5 Stunden erreichten wir unsere erste Station: eine verlassene kleine Hütte auf Stelzen, an einem steilen Hang über der Bucht von Chaloklum in ca. 300m Höhe. Die Aussicht aus der Hängematte auf dem Balkon war gigantisch und wir haben auch eine kleine deutsche Einwegkamera gefunden. Wir hatten überlegt den Film zu entwickeln, aber der war noch nicht voll. Ob das wohl jemals jemand macht? Wir haben zumindest ein Foto hinterlassen. Inzwischen war auch ein hübscher brauner Hund zu uns gestoßen und schien uns führen zu wollen. Unsere zweite Station war eine Süßwasserquelle. Wir waren uns auch hier wegen des Weges nicht immer ganz sicher.
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