So ihr Lieben,
die
erste Ferienwoche ist nun fast rum. Sehr viel ist nihct passiert. Es
regnet jeden Abend so vor sich hin, der Fluss wird voller, sodass wir
nun nicht mehr darin schwimmen können oder waschen, denn es schwimmt
auch allerhand in dem nun dreckig, schlammigen Wasser. Dafür haben wir
jetzt zum Duschen und Waschen wieder richtig klares, schönes
Regenwasser. Lotte und ich haben auch aufgehört uns immer das teure
Wasser aus dem Supermarkt zu kaufen. Wir haben beide gemerkt, dass
unsere Körper auch gut mit allem anderen klarkommen und so gibt es
Regenwasser zu trinken, mal abgekocht, mal nicht^^ Klingt hart, ist aber
echt nichts dabei. Letztes Wochenende habe ich dann auch endlich mal
meinen inneren Schweinehund überwunden und Florence gebeten mich mit
aufs Feld zu nehmen. Das war gar nciht so leicht, denn sie war
felsenfest davon überzeugt, dass die Arbeit viel zu schwer für mich
wäre. Ganz unrecht hatte sie nicht... nach nur 10 Minuten hatte ich die
ersten Blasen an den Händen. Da wurde mir zwei Socken über die Hand
gezogen und so konnte ich dann letztendlich auch die letzten 4 STunden
noch durchhalten. An dem ersten Tag war die Erde noch relativ hart. Man
hat beim pflanzen hier in der einen Hand eine Art Hacke, damit scharrt
man eine Mulde, wirft mit der anderen Hand 2 Samen rein und scharrt dann
wieder Erde drüber. In langen Reihen gings dann übers Feld, Schritt für
Schritt, Loch für Loch. Dazu kam, dass der umgeflügt Acker echt sehr
uneben war und man leicht stolperte. Ich habe den Frauen immerhin etwas
zu lachen gegeben, doch sie waren am Ende auch überrascht von meinem
Durchhaltevermögen, und ich haeb gelernt was es heißt Durst zu haben...
Im Laufe der Woche kam dann auch Lotte noch mal mit. Mit knapp 15 Mann
haben wir an einem Tag dann ungefähr einen Hecktar Acker geschafft. Nun
muss ich allerdings auch die Folgen tragen: Blasen, Muskelkater und
Sonnenbrand. Doch es hat Spaß gemacht, die Arbeit so kennen zu lernen.
Nun ist die Pflanzzeit vorbei und bis zur Ernte wird nun wochenlang auf
allen Feldern Unkraut gejähtet, da bin ich schon mal gespannt wie ich
mich da anstelle.
Liebe Grüße von einer glücklichen, braun gebrannten, langsam wieder abnehmenden, sich auch schon auf zuhause freuenden
HANNE