Hallo
ihr Lieben,
es tut mir wirklich Leid, dass ich euch wieder so lange habe warten lassen. Ich
werde versuchen den letzten Monat in kürzeren Einträgen zusammen zu fassen und
in der richtigen zeitlichen Reihenfolge online zu stellen (das älteste unten und
die neuen Ereignisse hier oben). Leider ist meine Schreibfähigkeit ein wenig
eingerostet, es tut mir also auch Leid wenn es sich nicht so gut lesen lässt.
Hallihallo, ich bin Hanne Loewer. Den Blog habe ich anlässlich meines Freiwilligendienstes in Kenia begonnen. Nach meiner Keniareise werde ich hier auch Berichte und Fotos meiner anderen Reisen und meiner kreativen Projekte hochladen. Viel Spaß beim stöbern!!!
Donnerstag, 5. Juli 2012
Pläne
Morgen
fahren wir mit der Schule (bzw. den Kindern die bezahlt haben) auf Tour nach
Kisumu, dort werden ein kleiner Zoo, das Museum, der Flugplatz und natürlich
die Superattraktion: der Supermarkt besichtigt. Ansonsten bin ich dabei mit Jorim
meine Abschiedsparty in der Schule zu organisieren und mir zu überlegen, WEM
ich WAS zum Abschied schenke. Eine Woche Schule noch… Krass ging das schnell!
Dann habe ich noch das Wochenende und vielleicht zwei Tage in der Familie und
dann werde ich nach Nairobi aufbrechen, denn ich wollte gerne noch in den
Nakurunationalpark und vielleicht zwei
Tage in Nairobi verbringen. Es könnte sein, dass dies bereits mein letzter
Blogeintrag aus Kenia ist, ich weiß es nicht. Doch selbst wenn, werde ich euch die
Ereignisse der letzten beiden Wochen aus Deutschland schildern. Vielleicht
kommen am Wochenende noch ein paar Bilder…
Alles alles Lieber erst einmal…
Hanne
Alles alles Lieber erst einmal…
Hanne
Masai Mara und die letzten zwei Wochen
So nun
sind wir fast in der Gegenwart angekommen: Vorletztes Wochenende habe ich einen
Abstecher in die Masai Mara gemacht. Ein Nationalpark der an der Grenze zu
Tansania liegt und den kenianischen Teil der Serengeti bildet. Ich teilte mir
den Führer mit zwei auszubildenden Krankschwestern aus Dänemark, die allerdings
wenig kommunikativ waren. Am Freitagabend war ein Abendgamedrive geplant (Game=
Wildtiere, also Beobachtungsfahrt), doch da ich mal wieder zu flüssig und in
die falsche Richtung Verdaute musste ich leider
im Camp bleiben. Die Angestellten und meine Zeltmitbewohnerin (eine
junge Koreanerin) kümmerten sich rührend um mich, echt super lieb. Sie konnten
allerdings nicht so ganz verstehen, warum ich das alles so gelassen nahm. Am
nächsten Tag gings dann schon früh los. Auch wenn die Masai Mara DAS
Aushängeschild Kenias ist, sind die Straßen furchtbar schlecht (naja es sind
eigentlich keine Straßen) und ich hatte wirklich Bammel vor dem Tag im Auto,
doch mein Magen nahms gelassen. Leider war es den ganzen Tag bewölkt und gegen
Mittags erwischte uns auch ein richtig schöner afrikanischer Platzregen, sodass
wir nicht so viele Tiere sahen (ich hatte ja auch eigentlich schon fast alles
gesehen, mir fehlten von den typischen Afrikatieren nur noch der Leopard,
Gepard und das Rhino). Dafür konnten wir eine gemischte Tozrigruppe dabei
beobachten , wie sie versuchten einen absolut festgefahrenen Safaribus frei zu „schaukeln“
(der Länge nach auf einem Erddeich aufgesetzt, alle Reifen in der Luft). Am
Ende waren sie erfolgreich und von oben bis unten mit Schlamm bespritzt. Nach dem Schauer kamen dann auch viele Vögel
raus und über den weiten Hügeln strahlten vereinzelt breite Sonnenstrahlen
durch die Wolkendecke. Für den Abend war eigentlich ein Besuch im Masaidorf
geplant, aber da die anderen beiden Mädchen wenig daran interessiert waren und
ich den Abendgamedrive verpasst hatte, einigten wir uns mit dem Fahrer darauf,
bis zur Schließzeit im Park zu bleiben. Dafür wurden wir mit einem ziemlich
großen Löwen und einem der wirklich schwierig zu findenden Leoparden belohnt.
Leoparden sind sehr scheu und kommen eigentlich nur zur Jagd aus ihren dichten
Wäldchen (hier heißt eigentlich jeder Busch Wald). Das tollste an meinem Besuch
in der Masai Mara war jedoch der Samstagabend. Ich saß im Camp beim Abendessen,
mit vielen kleinen Gruppen an Touristen und Reisenden und kam mit tollen
Menschen in Kontakt. Da war natürlich meine Kurzzeitmitbewohnerin Jenny aus
Korea, die zwei Tage zuvor gelandet war und einen zweimonatigen Freiwilligendienst
machen will, eine Gruppe chinesischer Kaufmänner, die versuchten mir die äußerlichen Unterschiede zwischen Chinesen,
Koreanern und Japanern zu erklären, zwei weitere Geschäftsmänner aus Israel und
Indien, die schon unglaublich viel Orte gesehen haben und ein Australier, der
sein Leben damit verbringt immer ein halbes Jahr zu arbeiten um dann sofort alles
verdiente Geld auf einer langen Reise zu verprassen (was bin ich neidisch
geworden bei den Erzählungen). Am nächsten Morgen stand noch ein
Morgengamedrive an. Ich fand es schön die Weite der Masai Mara zu sehen und
natürlich die Tiere, doch ich hatte mir nach all den Erzählungen irgendwie mehr
darunter vorgestellt. Allerdings kommt natürlich dazu, dass man so ein
Safarigehetze mit guten 50 unabhängigen Bussen von einem Löwen zum anderen, nicht
so wirklich genießen kann. Aber da ich nicht allein im Bus war, konnte ich
wenig ausrichten. Beim Morgengamedrive lernte ich aber auch noch eine
griechische Ärztin auf Tagung kennen (ich hatte mit dem Inder gwettet, ob sie
wohl aus Spanien oder Griechenland käme und habe mit Griechenland gewonnen, so
kam man dann ins Gespräch). Nach einem kurzen Fürhstück im Camp gings dann zusammen
mit den Asiaten, dem Inder, den Dänen und der Griechin zurück nach Nairobi. Den
Abend verbrachte ich einfach spontan dort, zusammen mit Vishara (dem Inder) und
Fotia (der Griechin) aßen wir lecker bei Äthiopier, spielten Billiard (nach den
neuen Regeln), rauchten Shisha und schauten uns das England-Italien-EM-Spiel
an. Am Montag gings dann zurück nach Hause (Masogo).
Von den Kindern und Aloyce habe ich mich superwillkommen gefühlt, doch Lotte und Forence waren beide echt kühl, sie redeten immer viel Luo in meiner Gegenwart, was ich persönlcih schon ziemlich blöd finde und scheinen an dem Wochenende noch verbündeter zu sein als vorher. In der Schule startete ich nun eine Plakatemarathon, denn irgendwie müssen die ganzen Bestellungen der Lehrer ja vor meinem Abflug noch fertig werden. Durch die Flotteallianz verbrachte ich allgemein mehr Zeit in Masogo, besuchte Freunde, ging auf den Markt oder spielte mit Jorim Billard. Das ich dadurch abends später nach Hause kam, schien Florence gar nicht zu gefallen und und weiter von einandern zu entfernen, doch was sollte ich tun. Im Dorf fühlte ich mich wenigstens wohl. Vom Donnerstag auf Freitag schlief ich dann auch bei Betty (einer Lehrerin aus Wambi, die am Anfang sehr eng mit Lotte befreundet war, doch die Freunschaft schien abgeflaut), dort konnte ich mich dann auch mal so richtig schön ausheulen und auskotzten, danach gings mir wirklich besser. An dem Abend habe ich auch mit Elisha und Jorim das Deutschlandspiel angeschaut. Das werde ich allerdings nie wieder tun: erstens ist es echt deprimierend zwischen einem Haufen Afrikaner zu hocken, die ein schwarzes Riesenbaby feiert, während dieses besagte Riesenbaby die geliebte Heimat platt macht. In der letzten Woche waren wir mit der Schule auf einer Beerdigung, der Vater eines der Babyklassenkinder ist gestorben, doch viel gibt’s es dazu nicht zu erzählen. Wir sind mit den Kindern singend hin gelaufen, haben kurz gebetet, unser Beileid ausgesprochen und das gesammelte Geld überreicht und sind dann wieder zurück zur Schule. Bei einem Abendessen gabs dann auch endlich eine spontane Aussprache mit Florence. Sie war so genervt von meinen kleinen Essportionen, dass sie mich tatsächlich offen drauf ansprach (das heißt schon eine ganze Menge), den Ausschlag hat wohl Lotte gegeben, sie hatte Florence gesteckt, dass ich am Morgen den Tee nicht getrunken hatte (naja da ist auch soviel Zucker drin, dass man einen Löffel reinstecke könnte ohne dass dieser zur Seite weg kippt). Sie war halt echt „annoyed“ und so kams, dass ich in der Familie doch wieder viel aß. Wenn sie raus bekommen würde, dass ich dafür jetzt kaum was zum Lunch esse, würde sie mich bestimmt am liebsten schlagen.
Von den Kindern und Aloyce habe ich mich superwillkommen gefühlt, doch Lotte und Forence waren beide echt kühl, sie redeten immer viel Luo in meiner Gegenwart, was ich persönlcih schon ziemlich blöd finde und scheinen an dem Wochenende noch verbündeter zu sein als vorher. In der Schule startete ich nun eine Plakatemarathon, denn irgendwie müssen die ganzen Bestellungen der Lehrer ja vor meinem Abflug noch fertig werden. Durch die Flotteallianz verbrachte ich allgemein mehr Zeit in Masogo, besuchte Freunde, ging auf den Markt oder spielte mit Jorim Billard. Das ich dadurch abends später nach Hause kam, schien Florence gar nicht zu gefallen und und weiter von einandern zu entfernen, doch was sollte ich tun. Im Dorf fühlte ich mich wenigstens wohl. Vom Donnerstag auf Freitag schlief ich dann auch bei Betty (einer Lehrerin aus Wambi, die am Anfang sehr eng mit Lotte befreundet war, doch die Freunschaft schien abgeflaut), dort konnte ich mich dann auch mal so richtig schön ausheulen und auskotzten, danach gings mir wirklich besser. An dem Abend habe ich auch mit Elisha und Jorim das Deutschlandspiel angeschaut. Das werde ich allerdings nie wieder tun: erstens ist es echt deprimierend zwischen einem Haufen Afrikaner zu hocken, die ein schwarzes Riesenbaby feiert, während dieses besagte Riesenbaby die geliebte Heimat platt macht. In der letzten Woche waren wir mit der Schule auf einer Beerdigung, der Vater eines der Babyklassenkinder ist gestorben, doch viel gibt’s es dazu nicht zu erzählen. Wir sind mit den Kindern singend hin gelaufen, haben kurz gebetet, unser Beileid ausgesprochen und das gesammelte Geld überreicht und sind dann wieder zurück zur Schule. Bei einem Abendessen gabs dann auch endlich eine spontane Aussprache mit Florence. Sie war so genervt von meinen kleinen Essportionen, dass sie mich tatsächlich offen drauf ansprach (das heißt schon eine ganze Menge), den Ausschlag hat wohl Lotte gegeben, sie hatte Florence gesteckt, dass ich am Morgen den Tee nicht getrunken hatte (naja da ist auch soviel Zucker drin, dass man einen Löffel reinstecke könnte ohne dass dieser zur Seite weg kippt). Sie war halt echt „annoyed“ und so kams, dass ich in der Familie doch wieder viel aß. Wenn sie raus bekommen würde, dass ich dafür jetzt kaum was zum Lunch esse, würde sie mich bestimmt am liebsten schlagen.
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