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Sonntag, 30. Oktober 2011

Motorradfahren

Heute nachmittag haben sich dann Elisha und Jorim für mcih ein Motorad gemietet und auf der großen Wiese, der Wambi (Charlottes Schule) wurde der kleinen Hanne, dann Pikipikifahren beigebracht. Ich habe mich echt ganz gut angestellt glaube ich^^. Dazu kamen dann, zum Glück erst als ich etwas fahren konnte, die ganzen jungen Männer aus der Gegend um mir zuzuschauen. Zum Schluss konnte ich sowahl eine Runde alleine drehen als auch jemanden hinten drauf mitnehmen und soagr schalten. Also... seid stolz auf mich^^

Besuch, Briefe und Alltag


So da bin ich mal wieder.
Am Dienstag war ich nach der Lunchtime zum ersten Mal richtig in der Tischlerei. Ich wurde superfreundlich von William, dem schon etwas älteren Manager, den Schülern vorgestellt und Kennedy (schon ausgelernt) hat mich gleich unter seine Fittiche genommen. Ich konnte beim Einschlafen von Nägeln und Sägen neuer Schulbänke helfen und alle waren restlos gegeistert, was ich doch als Frau schon so alles konnte. Ich habe mir auch die Arbeit an den Maschinen angesehen und war total fasziniert von der, die so Tisch und Stuhlbeine macht. Das Holzstück wird einfach eingespannt und schnell um die eigene Achse gedreht und jemand „schnitzt“ dann mit einer speziellen Feile die gewünschte Form hinein. Ich würde das gern lernen aber ich glaube das ist auch supergefährlich. In Williams Büro fiel mir dann auf, dass hier tatsächlich Hannah Montana im Fernsehen läuft. William wird mir zu Donnerstag (mein zweiter Tag in der Tischlerei) auch die Rahmen zum Papierschöpfen fertig stellen für umgerechnet ca. 80 cent pro Stück. Am Mittwoch bin ich dann erst später zur Schule gegangen, da ich mal wieder Verdauungskrank war, aber gegen 10 Uhr wurde es besser und ich bin los gelaufen. Da gerade die Examen fertig waren, gönnten sich Lehrer und Schüler einen eher ruhigen Tag mit Korrigieren, Auswerten und Spielen. Doch es gab auch ein paar Schüler, die ordentlich zusammen gestutzt wurden, aufgrund ihrer Leistung. Das ist hier schwer einzuschätzen, wie Lehrer reagieren, manchmal werden sie einfach nur unangenehm nach den Gründen ausgefragt, was die Kinder viel schneller zum Weinen bringt und manchmal werden sie einfach nur verprügelt. Und es fällt mir dann immer wirklich schwer mit meinem Unterricht stupf fortzufahren, wenn ich nebenan ein Kind immer wieder aufschreien höre. Naja gegen Mittag habe ich dann Besuch von Charlotte bekommen und wir haben viel mit der vierten und fünften Klasse gesungen und gespielt (z.B.: Katz und Maus, Bockspringen) und wir hatten schon recht viel Spaß. Nach der Gamestime haben wir dann noch eine Lehrerin aus Charlottes Schule besucht, sie wohnt mit drei Kindern in zwei kleinen Zimmern, aufgrund der Korruption in Kenia, wurde sie hier nach Masogo versetzt, während ihr Mann weiter in Nairobi arbeitet. Zuhause wurde dann noch schnell gewaschen, doch dann konnten wir aufgrund von neuem Regen auch schon nichts mehr machen, außer auf das Essen warten.
Am Donnerstag war ich nachmittags wieder in der Tischlerei und ich habe mit Kennedy (einem Schüler) ein Bett zusammen gebaut. Das ist echt nett wie die mich hier integrieren. William war leider weg und so konnte ich meine Schöpfrahmen noch nicht abholen. Gegen Abend fing es tierisch an zu regnen. Ich konnte einen kurzen Moment abpassen, in dem ich bei nur leichtem Regen nach Hause fahren konnte. Am Freitag bin ich dann mit Charlotte früh aufgestanden, sie fuhr gegen 7 los um ihren Vater vom Flugplatz in Kisumu abzuholen und ich habe den halben Vormittag in der Hütte verbracht. Da es die ganze Nacht durch geschüttet hatte war der Weg zur Schule teilweise geflutet und so konnte ich nicht los. Gegen 10 kam dann unser Gast an und ich konnte mich auch auf den Weg zur Schule machen, weil der Boden wenigstens ein wenig getrocknet war. In der Schule wurden für den Gratuationday (Ende des Schuljahrs und die Preunits kommen in die Class 1)Lieder und Gedichte geübt. Ich werde wohl auch mit ein paar Mädchen aus der 4. und 5. Klasse ein Lied einstudieren. Wieder zuhause hatte man das Gefühl es wäre Weihnachten denn auf einmal hatten wir wieder Snickers und neue Ikeareale und neue Taschenlampen, Stifte und Malkästen und das allerwichtigste Grüße von Zuhause. An dem Nachmittag ist zusätzlich auch noch die richtige Post eingetroffen. Es hat sich wunderbar angefühlt. Am Samstag war ich noch kurz in Kisumu und heute morgen war um sieben Kriche, den Chor haben wir uns auch angeschaut.

Montag, 24. Oktober 2011

Frösche, Flöhe, Kirche und Hochzeit


So da bin ich wieder!   
Ich werde euch jetzt nicht mehr ganz so häufig schreiben. Ich finde hier langsam meinen Rhythmus, es ist nicht mehr alles so neu und spannend, also wird es wohl auf einwöchige Berichte hinaus laufen. Ich will euch ja schließlich nicht mit eintönigen „Heute war ich wie immer in der Schule“-Wiederholungen nerven.
So ich glaube am Samstag habe ich mich zuletzt gemeldet, da habe ich ja auch, wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, die Bilder endlich hochladen können. Ich hoffe die Beschriftungen sind eindeutig und gut zu verstehen. Ihr wisst ja wenn ihr Fragen habt, dann meldet euch.
Am Samstagabend hatten wir dann noch Besuch von Florence‘ Schwester Ruth. Eine Frau, die wirklich vieles zu erzählen hat... sehr oft. Manchmal kann einem das echt auf die Nerven gehen, denn die Leute wiederholen hier immer also 4 und 5 Mal und man hat das Gefühl, wie ein kleines Kind behandelt zu werden. Naja sie hat uns dann auch noch gezeigt, wie man richtig Chapati macht. Das fängt schon beim Ausrollen an, Chapatis werden erst ausgerollt und mit Öl bestrichen, dann wieder zu einer Schnecke zusammen gerollt, liegen gelassen und neu ausgerollt. So entsteht bei Backen ein luftiger Fladen, da die einzelnen Schichten durch das Öl nicht zusammen backen. Beim Backen wird er dann noch mehrmals gewendet und es werden teilweise 3 übereinander gestapelt und der unterste dann herausgeholt und irgendwie bin ich noch nicht durch den Backprozess durchgestiegen^^.
Am Sonntag wurden wir dann von Aloyce in die Kirche geschleppt, ich habe ja nichts dagegen in die Kirche zu gehen aber ich war um 11 mit einer Lehrerin von meiner Schule verabredet und konnte einfach nicht verstehen wieso es Aloyce so wichtig war, das ich ausgerechnet dieses Wochenende in die Kirche gehe. Aber als wir da waren hat er es uns erklärt. Der Gottesdienst wurde von den vier verschiedenen Gemeinden des Parishs besucht und war dementsprechend groß und zu meinem Leid auch recht lang. Er ging von 9 bis halb 1. Danach bin ich dann recht zügig nach Masogo gefahren, mit einem schlechten Gewissen, weil ich so spät war, nur um zu bemerken, dass mich die Lehrerin nur deswegen so früh bestellt hatte, weil sie wieder auf meine Hilfe bei ihrem Abwasch (den ich schon ein, zwei Mal für sie gemacht habe) gehofft hatte. Es war sogar noch Zeit, dass ich den anderen Frauen beim Vorbereiten des Hochzeitsessen helfen konnte, d.h. Tomaten schneiden, Chapatis naschen, Reis puhlen (schlechte Körner und Steinchen aussortieren) und mit der kleinen Nasha spielen. Die Hochzeitszeremonie war eigentlich nicht sehr anders als in Deutschland, der Einzug der Braut dauert sehr viel länger und die Braut wird ermahnt dem Bräutigam auch ja genug zu essen zu kochen u.ä. doch ansonsten… Wie überall eigentlich wurde ich auch hier extra begrüßt, obwohl ich eigentlich nicht wirklich eingeladen war und hätte mich auch nach vorne setzten können, doch darauf habe ich dann doch lieber verzichtet. Nach der Zeremonie werden noch in der Kirche die Dokumente unterschrieben (so wie im Standesamt eigentlich) und ein Kuchen angeschnitten, der vom Brautpaar an die Eltern, Schwiegereltern und ein paar Gäste „verfüttert“ wurde (so lange der Vorrat reicht). Hier konnte ich mich dann nicht mehr wehren, ich wurde quasi über die Stühle getragen um einen Qubikcentimeter des Kuchens von der Gabel der Braut zu bekommen.
Nach der Hochzeit habe ich mich noch mit Aloyce und dem Manager der Tischlerei getroffen, beim ersten Treffen hatte ich letzteren nicht kennen gelernt. Ich habe ihm die Anleitung für meinen Schöpfrahmen gegeben und wir haben besprochen, ob es nicht noch eine Möglichkeit für mich gäbe auch ein wenig hier zu arbeiten. Am Dienstag werde ich meinen ersten Nachmittag dort verbringen, ich habe noch keine Ahnung, was ich dort machen werde, denn an die Maschinen werden sie mich wohl nicht gleich lassen, aber das kann ich dann ja alles dann sehen.
Heute haben die Examen dann tatsächlich angefangen und ich habe sowohl die vierte als auch die fünfte Klasse beaufsichtigt und die Ergebnisse korrigiert. Hier muss man eigentlich auch jedes Mal das Aufgabenblatt, das für die Schulen der Region gleich ist, nach Fehlern durchsuchen, ein oder zwei sind immer dabei. Als ich dann vorhin angefangen habe euch zu schreiben, kam auch aus der einen Hüttenecke ein lautes knarrendes Geräusch, ich war voll verwirrt, habe nachgeschaut aber nichts gefunden. Später kam es ab und zu immer wieder. Irgendwann habe ich dann mal in einen meiner Schuhe geguckt und da saß doch tatsächlich so eine dicke, fette Kröte drin. Sie hat mich doch sehr an den Chor im ersten Harry-Potter-Film erinnert. Naja jetzt ist sie jedenfalls draußen^^. Mit Kröten habe ich auch kein so großes Problem, meine Insektenstiche machen mir da schon mehr Sorgen. Sie hören einfach nicht auf, jede Nacht habe ich neue. Wir vermuten das es Flöhe sind die sich irgendwo in meiner Matratze versteckt haben. Die wurde jetzt schon bearbeitet, doch das Jucken zerrt wirklich an meinen Nerven und ich hoffe einfach nur, dass das jetzt besser wird.

Samstag, 22. Oktober 2011

Die letzten Tage

So langsam lebe ich mich ein und finde einen Tagesablauf, doch der wird auch immer wieder unterbrochen. Am Mittwoch musste ich kurufristig nach Kisumu um für mich und Charlotte die Dokumente für das Missionarsvisum abzugeben. Und am Donnerstag mussten Charlotte und ich stundenlang unsere Gastmutter dazu überreden zum Arzt zu gehen, da sie einen faulen Zahn hatte. Am selben Tag hatte sie sich dann doch lieber beim Waschen am Fluss versteckt, doch am Freitag tat es wohl genug weh, das sie ihre Angst überwinden konnte. Seit dem scheint sie ein wenig sauer zu sein, mehr ist bis jetzt auch eigentlich noch nicht passiert.
Ich plane jetzt ein paar kleine Projekte um die Umwelt hier ein wenig sauber zu halten und ein bisschen Müll zu verbrauchen. Ich möchte aus alten Plasriktütren neue Taschen flechten oder häkeln und aus altem Papier werde ich versuchen neues zu schöpfen, vielleicht werden wir auch einen Garten für die Schulküche anlegen und mit dem eigenen Kompost düngen, aber das steht alles noch in den Sternen, mal sehen was ich davon dann tatsächlich verwirklichen kann.
Bis zum nächsten Mal!

Montag, 17. Oktober 2011

Das Wochenende

Hallo ihr Lieben,
von meiner Blasenentzündun habe ich mich zum Glück wirklich schnell kuriert. Ich war am Donnerstag aber noch nicht in der Schule. Am Freitag gings dann nach der Lunchtime schon nach Hause und Charlotte und ich haben uns nach dem Packen auf den Weg nach Nyang'oma (insgesamt um die 3-4 Stunden unterwegs) gemacht um zwei weitere Freiwillige von Kolping zu treffen, Julia und Johannes. Julia arbeitet in einer Primary Boarding (Boarding= mit Internat) School und Johannes in einer technical School (quasi eine secondary) die teilweise auch für Gehörlose ist. In Nyang'oma befindet sich all das auf einer Missionsstation die auch noch ein Kinderheim und eine Krankenstation beherbergt. Im Gegensatz zu uns wohnen die beiden zusammen in einem richtigen Haus und versorgen sich weitesgehend selbst. Am Samstagmorgen waren wir auf einer Spendensammlung (Fundraising) von Julias Schule für einen GEnerator, da das komplette Internat ohne Strom ist. Hierbei werden Eltern und Ehrengäste eingeladen. Jeder bringt seine Spende einzeln nach vorne und es wird aufgerufen was gespendet wurde. Da Julias Workcamp auch noch ein bisschen Geld da gelassen hatte, konnten wir ein wenig verschleihern, wieviel wir gespendet haben, da wir alles zusammen abgegeben haben. Es ist schwierig die richtige Summe zu Spenden, wenn man so viel gibt wie die Einheimischen, kann es heißen man hätte doch viel mehr Geld und wenn man mehr gibt kann das sehr überheblich und "prollig" sein. Manchmal wird das mit Spielen und Tanzvorführungen der Schüler oder einer Band begleitet. Bei uns hat eine Band gespielt, sie hatten einen Tänzer dabei, der zurückgebildete Beine hatte (sie waren normal lang aber sehr dünn und ohne Muskeln). Solche Menschen sieht man hier ab und zu, sie tragen Flipflops an den Händen und wickeln sich meist Stoff um die Knie und Füße um sich dann auf allen Vieren frot zu bewegen. Dieser Tänzer hat auch so getanzt und sich ab uns zu im Break-Dance-Style auf die Arme gestützt. Wie haben auch noch das Waisenhaus besucht und noch lurz mit den Kindern gespielt und den Betreuern beim Waschen der Kinder geholfen. In einer kleinen Bäckerei konnten wir sogar Brötchen kaufen und bei Julia und Johannes gab es einen Toaster, das war ein wahres Festmahl für uns (grins). Wir haben uns viel mit den anderen beiden über unsere Arbeit und unsere Unterkunft unterhalten und uns dann auch entschieden doch erst am Sonntag zurück zu fahren. Am Sonntag ging es dann aber auch nach dem man noch über den kleinen Markt von Nyang'oma geschlendert war gegen 13 Uhr Richtung Heimat. Wir sind auch erst gegen Abend angekommen, waren noch laufen (meine Kondition wird voll schnell besser) und dann gabs auch schon essen. Jetzt ist es Montagnachmittag, es regnet und ich schreibe euch. Die Examen dauern immer noch an, desswegen habe ich der Schule kaum was zu tun, Charlotte ist in Kisumu und die anderen noch nihct wieder da. Meine Beine sind immer noch fürchterlich zerstochen, doch es sind zum Glücknicht soviele neue Stiche dazu gekommen. Das mit dem Fahrradfahren zur Schule klappt noch nicht so flüssig, da der Vorderreifen immer wieder Luft verliert. Es ist auch nur noch ein kleiner, naja inzwischen schon recht pummeliger Welpe da, die anderen wurden weggegeben. Ich habe jetzt leider gar nichts mehr zu erzählen, melde mich aber so schnell wie möglich wieder.
Die liebsten Grüße von einer, sich gut einegelebten
HANNE

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Vergessen

Wenn ich so rückblcikend auf die Tage schaue, dann merke ich erst im Nachhinein, wie viel ich euch nicht erzählt habe. Also als wir in Mbaga bei Father Edmund waren, haben wir auf dem Rückweg nach Kisumu den Equator überquert und kurz ein paar Bilder gemacht. Eigentlich ist dort nichts besonderes, nur eine Skulptur mit der Aufschrift "Equator Point".
Heute während der 4 Stunde waren wir mit ungefähr 30 der Kinder, gemischt aus allen Klassen auf einer Funderal, einer Beerdigung. Es war keine richtige Beerdigung, die muss schon vorher gewesen sein. Doch die Kinder haben am Grab und auch auf dem Weg zu dem Familiencompound, wo sich das Grab befand (es gibt wohl keine Friedhöfe oder vielleicht konnte es sich die Familie auch nicht leisten) gesungen. Im Haus, in das wir uns alle reingequetscht haben (es bestand aus zwei Räumen, war eine Lehmhütte und nur der eine Raum war für Gäste gedacht) wurde dann auf Luo zu der Witwe, der Mutter eines Kinder aus der Babyklass (eine der drei Klassen in der Vorschule, die zur Masogo High Rise gehört) gesprochen und ihr wurde Geld gegeben, das die Kinder gesammelt haben, das wird jedesmal gemacht.
So das ist erst einmal das was mir noch infällt, ich muss jetzt auch schlafen und noch viel heiß trinken^^
Gute Nacht an alle (hier ist es gleich 10 Uhr und man ist jeden Tag so müde, dass man zu der Zeit auch wirklich shclafen möchte).

Blasenentzündung? Ernsthaft?!

Hallo ihr Lieben,
da bin ich wieder. Also ich habe, glaube ich, am Montagabend aufgehgört. Wir haben Chapatis gemacht, das sind runde, dünne Teigfladen, die eigentlich wie Pfannkuchen schmecken, aber wenn man sie über dem Feuer macht, ist es doch nochmal etwas anderes. Der Dienstag war nicht so hard, wie der Montag in der Schule, ich habe ein paar Stunden gestrichen und die Sciencestunden konnte ich ja eh schlecht machen, da ich die Fachbegriffe auf Englisch gar nicht kann. An dem Nachmittag bin ich dann nochmal alleine laufen gegangen, es ging mir nicht so gut und die Ablenkung tat mir gut. Ich bin einfach in eine Richtung los gelaufen und habe dann eine wunderschöne Strecke am Fluß entlang gefunden. Als es anfing dunkel zu werden habe ich auch viele Tiere gesehen, kleine Papageienartige Vögel und ich glaube sogar eine große Fledermaus, also so groß wie eine Amsel vom Körper her mit großen hellbraunen Flügeln. Das kleine Tal, das sich das Wasser gegraben hat ist einfach wie ein kleines Paradies. Der Schultag heute war relativ ereignislos. Ich mag den Unterricht in der vierten Klasse, die Kinder sind sehr motiviert, das kann natürlich daran liegen das ich noch der "Mzungu", der Weiße Mensch, bin. Aber es ist auch angenehm, weil sie nur 11 Schüler sind. Die dritte Klasse ist dafür sehr anstrengend, sie ist groß, hat einige Klassenclowns und der Reife- und Intelligenzunterschied ist doch gewaltig, im Gegensatz zur Vierten. Da Charlotte gestern nicht mitgelaufen ist sind wir heute nochmal los gewesen. Gegen Ende der Strecke musste ich dann doch ziemlich dringend auf die Toilette, als ich endlich wieder zuhause war... Blasenentzündung, zumin. vermute ich das. Die ist gerade, wenn man nur ein Plumsklo zum Hinhocken hat wirklich schmerzhaft, unangenehm und einfach nur bescheuert. Ansonsten geht es mir eigentlich ganz gut, meine Füße sind zwar total zerstochen und haben mich total genervt, doch jetzt habe ich irgendwie andere Sorgen.
Ich hoffe, dass es euch allen besser geht und wünsche euch alles Liebe
eure Sonnenverbrannte, leidende (^^), euch um euer Wetter nicht beneidende
HANNE