So da bin ich mal wieder.
Am Dienstag war ich nach der Lunchtime zum ersten Mal richtig in der Tischlerei. Ich wurde superfreundlich von William, dem schon etwas älteren Manager, den Schülern vorgestellt und Kennedy (schon ausgelernt) hat mich gleich unter seine Fittiche genommen. Ich konnte beim Einschlafen von Nägeln und Sägen neuer Schulbänke helfen und alle waren restlos gegeistert, was ich doch als Frau schon so alles konnte. Ich habe mir auch die Arbeit an den Maschinen angesehen und war total fasziniert von der, die so Tisch und Stuhlbeine macht. Das Holzstück wird einfach eingespannt und schnell um die eigene Achse gedreht und jemand „schnitzt“ dann mit einer speziellen Feile die gewünschte Form hinein. Ich würde das gern lernen aber ich glaube das ist auch supergefährlich. In Williams Büro fiel mir dann auf, dass hier tatsächlich Hannah Montana im Fernsehen läuft. William wird mir zu Donnerstag (mein zweiter Tag in der Tischlerei) auch die Rahmen zum Papierschöpfen fertig stellen für umgerechnet ca. 80 cent pro Stück. Am Mittwoch bin ich dann erst später zur Schule gegangen, da ich mal wieder Verdauungskrank war, aber gegen 10 Uhr wurde es besser und ich bin los gelaufen. Da gerade die Examen fertig waren, gönnten sich Lehrer und Schüler einen eher ruhigen Tag mit Korrigieren, Auswerten und Spielen. Doch es gab auch ein paar Schüler, die ordentlich zusammen gestutzt wurden, aufgrund ihrer Leistung. Das ist hier schwer einzuschätzen, wie Lehrer reagieren, manchmal werden sie einfach nur unangenehm nach den Gründen ausgefragt, was die Kinder viel schneller zum Weinen bringt und manchmal werden sie einfach nur verprügelt. Und es fällt mir dann immer wirklich schwer mit meinem Unterricht stupf fortzufahren, wenn ich nebenan ein Kind immer wieder aufschreien höre. Naja gegen Mittag habe ich dann Besuch von Charlotte bekommen und wir haben viel mit der vierten und fünften Klasse gesungen und gespielt (z.B.: Katz und Maus, Bockspringen) und wir hatten schon recht viel Spaß. Nach der Gamestime haben wir dann noch eine Lehrerin aus Charlottes Schule besucht, sie wohnt mit drei Kindern in zwei kleinen Zimmern, aufgrund der Korruption in Kenia, wurde sie hier nach Masogo versetzt, während ihr Mann weiter in Nairobi arbeitet. Zuhause wurde dann noch schnell gewaschen, doch dann konnten wir aufgrund von neuem Regen auch schon nichts mehr machen, außer auf das Essen warten.
Am Donnerstag war ich nachmittags wieder in der Tischlerei und ich habe mit Kennedy (einem Schüler) ein Bett zusammen gebaut. Das ist echt nett wie die mich hier integrieren. William war leider weg und so konnte ich meine Schöpfrahmen noch nicht abholen. Gegen Abend fing es tierisch an zu regnen. Ich konnte einen kurzen Moment abpassen, in dem ich bei nur leichtem Regen nach Hause fahren konnte. Am Freitag bin ich dann mit Charlotte früh aufgestanden, sie fuhr gegen 7 los um ihren Vater vom Flugplatz in Kisumu abzuholen und ich habe den halben Vormittag in der Hütte verbracht. Da es die ganze Nacht durch geschüttet hatte war der Weg zur Schule teilweise geflutet und so konnte ich nicht los. Gegen 10 kam dann unser Gast an und ich konnte mich auch auf den Weg zur Schule machen, weil der Boden wenigstens ein wenig getrocknet war. In der Schule wurden für den Gratuationday (Ende des Schuljahrs und die Preunits kommen in die Class 1)Lieder und Gedichte geübt. Ich werde wohl auch mit ein paar Mädchen aus der 4. und 5. Klasse ein Lied einstudieren. Wieder zuhause hatte man das Gefühl es wäre Weihnachten denn auf einmal hatten wir wieder Snickers und neue Ikeareale und neue Taschenlampen, Stifte und Malkästen und das allerwichtigste Grüße von Zuhause. An dem Nachmittag ist zusätzlich auch noch die richtige Post eingetroffen. Es hat sich wunderbar angefühlt. Am Samstag war ich noch kurz in Kisumu und heute morgen war um sieben Kriche, den Chor haben wir uns auch angeschaut.
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