Hallo ihr Lieben,
da bin ich wieder! Gestern morgen ging es schon um halb 7 los, ohne Frühstück und zufuß zur "Kirche". Diese bestand aus mit Wellblechdächern bedeckten Holzgestellen. Vom Gottesdienst selbst haben wir eigentlich nichts vertstanden, da dieser auf Luo war, aber es wurde viel gesungen und spezielle Tanzkinder tanzten zu den Liedern vom Chor. Am Ende des Gottesdienstes wurden wir auch kurz nach vorne gebeten um uns selbst vorzustellen. Ihr könnt euch bestimmt vortstellen, was für unmengen wir verschlungen haben als wir zurück kamen. Den Tag verbrachten wir dann damit Briefe zu schreiben, Wäsche aufzuhängen, beim Abwasch zu helfen, mit den Kindern Fußball zu spielen und eben den Dingen, die während der Woche liegen geblieben waren. Wir sind auch mit Biata, meiner neunjährigen Gastschwester an den Fluß gegangen. Biata musste Wasser holen und ihre kleine Schwester Ilka (6 Jahre) waschen, außerdem wollte sie selbst baden. Charlotte und ich waren noch nie am Fluß und der Anblick war einfach wunderschön, wenn die Internetverbindung endlich mal gut ist versuche ich Bilder hoch zu laden. Es war den ganzen Tag sehr heiß und so genossen wir es einfach am Fluß zu sitzen und die Beine ins Wasser hängen zu lassen. Kurz darauf regente es kurz und nur ganz leicht, sodass wir danach tatsächlich noch laufen gehen konnten. Eigentlich wollten wir danach einfach in den Fluß springen, Florence verbat es uns, weil sie uns erst zeigen wollte, wie man in dem Fluß zu baden hatte und wo zu tiefe Stellen sind. Wir sind dann doch noch zu Fluß um uns zu dehnen und noch Übungen zu machen und um einfach die Schönheit des kleinen Tals mit den steilen Abbruchkanten und den darüber hängenden Bäumen zu genießen. Abends haben wir dann zum Essen Kartoffeln in Streifen geschnitten und sie über dem Feuer frittiert und sie schmeckten tatsächlich wie zu hause. Es gab auch kleine Fische in einer Tomatensoße. Sie sind so klein, dass man sie ganz kocht und auch ganz isst, sie schmecken einfach nur nach Fisch.
Am nächsten morgen, also heute musste ich dann um 6 Uhr hoch, da ich ja den längeren Schulweg habe und heute zum ersten Mal mit dem frisch reparierten Fahrrad farhen. Naja nach 10 Metern merkte ich dann, dass es vorne Platt war. Zum Frühstück sollte es eigentlich wie immer Brot geben, doch das war leider schimmelig. Wir baten Florence extra es den Kindern nicht zu geben, doch darauf wird ja nicht gehört. Die Kinder haben damit auch kein Problem, sie würden das Brot auch aus dem Müll wieder heraus fischen (der wird hier übrigens ohne Ausnahme einfach nur verbrannt). Naja also habe ich heute doch wieder das Pikipiki genommen. In der Schule habe ich mir dann erstmal einen Stundenplan zusammen gestellt, damit ich mich auch auf meine Stunden vorbereiten kann, doch da teilweise mehrere Lehrer das selbe Fach in einer Klasse unterrichten, ist das eine recht schwierige Aufgabe. Am Ende war ich vom Unterricht doch recht geschafft und frustriert, man braucht teilweise eine halbe Stunde bis die Kinder eine Aufgabenstellung verstehen (eine Schulstunde geht hier 35 Minuten), in Science kann ich die Kinder nicht wirklich unterrichten, da sie erstens mit dem Buch durch sind und ich die ganzen Fachbegriffe nicht auf Englisch kann. Zuhause hab ich mich dann erst mal eine halbe Stunde an den Fluß gesetzt. Ein kleines Mädchen war bei mir, ich kannte sie nicht und sie verstand auch kein Englisch, so haben wir einfach da gesessen uns gegenseitig gezeigt wie man Pfeifen kann und uns angelacht. Ich habe auch Tagebuch geschrieben, aber als INsekten kamen und mir eine Ameise in den Hintern gebissen hatte, bin ich dann doch zurück um auch noch beim Abwasch zu helfen. Jetzt fangen wir gleich mit Kochen an und ich sitze noch vor der Hütte, während es draußen dunkel wird um euch alles zu erzählen.
Die liebsten Grüße von einer zerstochenen HANNE
Beschreib doch mal, wie man Euer Dorf bei Maps findet! Hoffe, es juckt nicht mehr so doll. Das schwierigste für einen Lehrer ist es zu verstehen, was den Schülern schwerfällt und was nicht. Was einem selbstverständlich erscheint, kann anderen schwer verständlich sein.
AntwortenLöschentedustiaw
existiert nicht bei google...ich hab glaube ich über lukas blog mal ein bild bei goodle earth gesehen, bin mir aber nicht mehr sicher. Müsste aber eigentlich nicht weit von zuhause weg sein, immerhin liegt mislag auch am Ar*** der welt :D
AntwortenLöschenes liegt etwa ein dreiviertel Stunde (vllt 40 bis 50 km) südwestlich von Kisumu. Es existiert nihct bei google^^
AntwortenLöschenhttp://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&hl=de&t=h&msa=0&msid=115158495156730215533.00046e8400abb9cbfba77&ll=-0.123634,35.00588&spn=0.002671,0.004823&z=18
AntwortenLöschender link aus lukas blog. n bissel rauszoomen zeigt: hanne ist eine niete in erdkunde :D