Hallo ihr Lieben,
da bin ich wieder. Vielen Dank für die unglaublich lieben, aufbauenden und stärkenden Grüße von euch allen. Es tut mir Leid, dass ich mich erst jetzt wieder bei euch melden kann, aber in unserer Hütte ist die Internetverbindung zu langsam zu Blog schreiben. Also um da fortzufahren, wo ich aufgehört habe: Am Monatg haben wir es leider nur geschafft Charlottes Schule anzuschauen, die Wambi. Dort waren die Lehrer zwar freundlich und höflich, doch irgendwie auch distanziert. Es fehlte die Offenheit und Herzlichkeit, die wir von unserer Gastfamilie erfahren hatten. Das steigerte mein Heimweh natürlich noch einmal. Doch der nächste Tag sollte besser werden. Am Dienstag haben wir noch kurz in meiner Schule vorbei, wo ich sehr herzlich und fröhlich von den Lehrern begrüßt wurde. Ich wurde kurz den Klassen vorgestellt und dann wollte Aloyce schon wieder weiter. Wir fuhren mit dem Matatu für umgerechnet 80 cent nach Kisumu, die nächst größere Stadt hier. So ein Matatu hat immer ungefähr 12 freie Plätze, aber es wird immer unglaublich voll gestopft. In Kisumu kauften wir dann eine ganze Menge ein. Ich brauchte eine Simkarte und wir mussten unseren Internetstick aufladen. Im großen Supermarkt wurden dann noch Schüsseln und Tape, Papier und Bettlaken, Brot und Aufstrich gekauft. Auf dem Rückweg zur Matatustation ging es durch eine große Markthalle in der wir endlich, die, von mir lang ersehnten früchte kauften, Ananas, Melone, Karotten und Bananen. Als wir endlich wieder zuhause waren, es war heiß und eng und staubig den ganzen Tag und erst recht in der 3/4 Stunde im Matatu, konnte ich endlich wieder mit Lars telefonieren. Doch wir wurden schnell enttäuscht, auch von der Safaricom-Simkarte war das Telefonieren unglaublich teuer und die Billigvorwahlen schienen nicht zu funktionieren. Charlotte und ich haben noch schnell das Dach abgeklebt und ich hoffte, nun von Regen in meinem Bett verschont zu bleiben. Hier in Afrika kippe ich einfach unglaublich schnell ins Bett, das ist erstaunlich, spätestens um 10 fallen mir einfach die Augen zu.
Am Mittwoch hatte ich dann meinen ersten richtigen Schultag, weil es am Dienstagabend noch geregnet hatte, war mein Weg unglaublich matschig. Ich muss immer etwas 20 Minuten durch den Schlamm zur etwas großeren "Straße" laufen. Dort kann ich dann ein Pikipiki für ca. 50 cent in den Ort nehmen. In der Schule wurde ich trotz meiner Verspätung sofort freundlich begrüßt und anch meinen Unterrichtswünschen gefragt. Eigentlich wollte ich erstmal einem Lehrer bei der Arbeit zuschauen, aber als ich dann in der Klasse stand und der Leherer wieder raus ging, war ich auf mich allein gestellt. Die Kinder sagten, sie hätten Englisch, sie zeigten mir, wo sie in ihrem Buch waren und erwarteten von mir Unterricht. Ich sprach also die Aufgabe über myself, yourself, himself... durch und ließ sie danach die Aufgabe aus dem Buch machen. Als sie fertig waren kamen sie zu mir um es korrigieren zu lassen und schon war die Stunde vorbei, glücklicherweise. Ganz ähnlichlief es in der nächsten Stunde bei derselben dritten Klasse (es gibt 3 Vorschulklassen und 5 Primaryklassen) ab. Danach schaute ich mir tatsächlich auch nochmal den Unterricht in der fünften Klasse an. Und danach sollte ich wieder selber unterrichten, diesmal in der vierten Klasse. Doch die Schüler haben gut mitegarbeitet und waren sehr geduldig mit mir. Ich habe das Gefühl meine Arbeit gar nicht so schlecht gemacht zu haben. Nach der Gamestime (ca 16 Uhr) konnte ich dann nach Hause gehen. Die Lehrer können noch bis 17 Uhr unterrichten, müssen sie aber nicht. Ich werde wohl immer um 4 gehen, weil ich echt groggy bin. Ich war gerade noch rechtzeitig vor dem nächsten Platzregen zu Hause. Ich muss mich leider jetzt ein wenig beeilen weil das Cafe gleich schließt, also wirds jetzt ein wenig kürzer. Am Donnerstag war mein zweiter Tag, ich nahm wieder das Pikipiki zur Schule und unterrichtete Englisch und Mathe in der vierten Klasse und nochmal Englsich in der Dritten, wobei mir die Vierte sehr viel lieber ist, sie hat nur 12 Schüle, im Gegensatz zu der Dritten mit 3. In der Vierten und Fünften Klasse bekam ich von den Schülern dann sogar noch Luounterricht. In einer der Pausen bekam ich dann auch das erste Mal ein Punsihment mit. Zwei Jungs hatten sich von im Klassenraum egprügelt und nun wurden sie ziemlcih hart ca 5 Mal vor der ganzen versammelten Schule mit einem harten Stock geschlagen. Es war ziemlich hart das mit anzusehen. Vielleicht kann ich in meinen 10 Monaten hier etwas an der Einstellung der Lehrer ändern, oder zumindest die Häufigkeit des Punishments senken.
Ich war zum Glück wieder knapp vor dem Regen zuhause. Doch leider war die Hütte abgeschlossen weil Charlotte noch in der Wambi war. Ich saß also mit 4 kleinen Kindern in der Küchenhütte und wartete. In der Zeit wurde Feuer gemacht und als der Regen weniger wurde konnt Lars mich endlich erreichen, mit einer Billigvorwahl. Die Kinder machten sich Wasser warm und duschten sich splitternackt im Nieselregen draußen. Dann kam auch Charlotte und ich konnte in die Hütte. Jetzt nahm auch ich mein Duschzeug und genoß in der kleinen Duschkabine den Luxus von warmem Wasser. Mein Durchfall war inzwischen weg und auch die Magenkrämpfe ließen nach. Nun fingen die Zwiebeln und Bohnen langsam an ihren Tribut zu fordern.
Heute morgen ging es dann früh los mit dem Matatu nach Kisumu und dann mit einem anderen Matatu nach Siaya. Charlotte und ich wollte den Ort besuchen an dem Charlotte ihr Workcamp hatte. Sie fühlte dich dort noch sehr viel mehr zuhause als bei Aloyce und hatte Sehnsucht nach den Menschen, die sie in den 4 Wochen dort kennen gelernt hatte. Wir fuhren von Siaya mit dem Pikipiki nach Mbaga und besuchten Father Edmund. Dort hatte Charlotte, die 4 Wochen mit den anderen Workcamplern geschlafen und danach besuchten wir noch die Schulen und die Gesundheitsstation. Nun sitze ich in Siaya im Internetcafe um euch zu schreiben. Ich hoffe ihr schreibt mir weiter auch so fleißig und für alle, die mir auch was handfestes geben wollen bekommt ihr noch mal meine Adresse hier in Afrika:
Kamancha Foundation
Aloyce Abila / Hanne Loewer
Aloyce Abila / Hanne Loewer
Box 105 Miwani
Masogo, Kisumu, Kenya
Ich wünsch euch alles Gute und hoffe, dass ihr mir auch alles wichtige schreibt.
Die besten Grüße von einer immernoch etwas heimwehkranken Hanne
Die besten Grüße von einer immernoch etwas heimwehkranken Hanne
Halt die Ohren steif und vergess das nächste mal die Blder nicht :)
AntwortenLöschenNakupenda <3
Ich weiß noch genau, wie mir zumute war, als ich zum ersten mal vor einer Klasse stand. Und nun macht es meine kleine Hanne ganz locker. Toll!
AntwortenLöschentedustiaw
deinen mut hätte ich gerne.!!
AntwortenLöschenganz ganz viel spaß noch.
:D
lg.