Hallihallo, ich bin Hanne Loewer. Den Blog habe ich anlässlich meines Freiwilligendienstes in Kenia begonnen. Nach meiner Keniareise werde ich hier auch Berichte und Fotos meiner anderen Reisen und meiner kreativen Projekte hochladen. Viel Spaß beim stöbern!!!
Sonntag, 30. Oktober 2011
Motorradfahren
Heute nachmittag haben sich dann Elisha und Jorim für mcih ein Motorad gemietet und auf der großen Wiese, der Wambi (Charlottes Schule) wurde der kleinen Hanne, dann Pikipikifahren beigebracht. Ich habe mich echt ganz gut angestellt glaube ich^^. Dazu kamen dann, zum Glück erst als ich etwas fahren konnte, die ganzen jungen Männer aus der Gegend um mir zuzuschauen. Zum Schluss konnte ich sowahl eine Runde alleine drehen als auch jemanden hinten drauf mitnehmen und soagr schalten. Also... seid stolz auf mich^^
Besuch, Briefe und Alltag
So da bin ich mal wieder.
Am Dienstag war ich nach der Lunchtime zum ersten Mal richtig in der Tischlerei. Ich wurde superfreundlich von William, dem schon etwas älteren Manager, den Schülern vorgestellt und Kennedy (schon ausgelernt) hat mich gleich unter seine Fittiche genommen. Ich konnte beim Einschlafen von Nägeln und Sägen neuer Schulbänke helfen und alle waren restlos gegeistert, was ich doch als Frau schon so alles konnte. Ich habe mir auch die Arbeit an den Maschinen angesehen und war total fasziniert von der, die so Tisch und Stuhlbeine macht. Das Holzstück wird einfach eingespannt und schnell um die eigene Achse gedreht und jemand „schnitzt“ dann mit einer speziellen Feile die gewünschte Form hinein. Ich würde das gern lernen aber ich glaube das ist auch supergefährlich. In Williams Büro fiel mir dann auf, dass hier tatsächlich Hannah Montana im Fernsehen läuft. William wird mir zu Donnerstag (mein zweiter Tag in der Tischlerei) auch die Rahmen zum Papierschöpfen fertig stellen für umgerechnet ca. 80 cent pro Stück. Am Mittwoch bin ich dann erst später zur Schule gegangen, da ich mal wieder Verdauungskrank war, aber gegen 10 Uhr wurde es besser und ich bin los gelaufen. Da gerade die Examen fertig waren, gönnten sich Lehrer und Schüler einen eher ruhigen Tag mit Korrigieren, Auswerten und Spielen. Doch es gab auch ein paar Schüler, die ordentlich zusammen gestutzt wurden, aufgrund ihrer Leistung. Das ist hier schwer einzuschätzen, wie Lehrer reagieren, manchmal werden sie einfach nur unangenehm nach den Gründen ausgefragt, was die Kinder viel schneller zum Weinen bringt und manchmal werden sie einfach nur verprügelt. Und es fällt mir dann immer wirklich schwer mit meinem Unterricht stupf fortzufahren, wenn ich nebenan ein Kind immer wieder aufschreien höre. Naja gegen Mittag habe ich dann Besuch von Charlotte bekommen und wir haben viel mit der vierten und fünften Klasse gesungen und gespielt (z.B.: Katz und Maus, Bockspringen) und wir hatten schon recht viel Spaß. Nach der Gamestime haben wir dann noch eine Lehrerin aus Charlottes Schule besucht, sie wohnt mit drei Kindern in zwei kleinen Zimmern, aufgrund der Korruption in Kenia, wurde sie hier nach Masogo versetzt, während ihr Mann weiter in Nairobi arbeitet. Zuhause wurde dann noch schnell gewaschen, doch dann konnten wir aufgrund von neuem Regen auch schon nichts mehr machen, außer auf das Essen warten.
Am Donnerstag war ich nachmittags wieder in der Tischlerei und ich habe mit Kennedy (einem Schüler) ein Bett zusammen gebaut. Das ist echt nett wie die mich hier integrieren. William war leider weg und so konnte ich meine Schöpfrahmen noch nicht abholen. Gegen Abend fing es tierisch an zu regnen. Ich konnte einen kurzen Moment abpassen, in dem ich bei nur leichtem Regen nach Hause fahren konnte. Am Freitag bin ich dann mit Charlotte früh aufgestanden, sie fuhr gegen 7 los um ihren Vater vom Flugplatz in Kisumu abzuholen und ich habe den halben Vormittag in der Hütte verbracht. Da es die ganze Nacht durch geschüttet hatte war der Weg zur Schule teilweise geflutet und so konnte ich nicht los. Gegen 10 kam dann unser Gast an und ich konnte mich auch auf den Weg zur Schule machen, weil der Boden wenigstens ein wenig getrocknet war. In der Schule wurden für den Gratuationday (Ende des Schuljahrs und die Preunits kommen in die Class 1)Lieder und Gedichte geübt. Ich werde wohl auch mit ein paar Mädchen aus der 4. und 5. Klasse ein Lied einstudieren. Wieder zuhause hatte man das Gefühl es wäre Weihnachten denn auf einmal hatten wir wieder Snickers und neue Ikeareale und neue Taschenlampen, Stifte und Malkästen und das allerwichtigste Grüße von Zuhause. An dem Nachmittag ist zusätzlich auch noch die richtige Post eingetroffen. Es hat sich wunderbar angefühlt. Am Samstag war ich noch kurz in Kisumu und heute morgen war um sieben Kriche, den Chor haben wir uns auch angeschaut.
Montag, 24. Oktober 2011
Frösche, Flöhe, Kirche und Hochzeit
So da bin ich wieder!
Ich werde euch jetzt nicht mehr ganz so häufig schreiben. Ich finde hier langsam meinen Rhythmus, es ist nicht mehr alles so neu und spannend, also wird es wohl auf einwöchige Berichte hinaus laufen. Ich will euch ja schließlich nicht mit eintönigen „Heute war ich wie immer in der Schule“-Wiederholungen nerven.
So ich glaube am Samstag habe ich mich zuletzt gemeldet, da habe ich ja auch, wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, die Bilder endlich hochladen können. Ich hoffe die Beschriftungen sind eindeutig und gut zu verstehen. Ihr wisst ja wenn ihr Fragen habt, dann meldet euch.
Am Samstagabend hatten wir dann noch Besuch von Florence‘ Schwester Ruth. Eine Frau, die wirklich vieles zu erzählen hat... sehr oft. Manchmal kann einem das echt auf die Nerven gehen, denn die Leute wiederholen hier immer also 4 und 5 Mal und man hat das Gefühl, wie ein kleines Kind behandelt zu werden. Naja sie hat uns dann auch noch gezeigt, wie man richtig Chapati macht. Das fängt schon beim Ausrollen an, Chapatis werden erst ausgerollt und mit Öl bestrichen, dann wieder zu einer Schnecke zusammen gerollt, liegen gelassen und neu ausgerollt. So entsteht bei Backen ein luftiger Fladen, da die einzelnen Schichten durch das Öl nicht zusammen backen. Beim Backen wird er dann noch mehrmals gewendet und es werden teilweise 3 übereinander gestapelt und der unterste dann herausgeholt und irgendwie bin ich noch nicht durch den Backprozess durchgestiegen^^.
Am Sonntag wurden wir dann von Aloyce in die Kirche geschleppt, ich habe ja nichts dagegen in die Kirche zu gehen aber ich war um 11 mit einer Lehrerin von meiner Schule verabredet und konnte einfach nicht verstehen wieso es Aloyce so wichtig war, das ich ausgerechnet dieses Wochenende in die Kirche gehe. Aber als wir da waren hat er es uns erklärt. Der Gottesdienst wurde von den vier verschiedenen Gemeinden des Parishs besucht und war dementsprechend groß und zu meinem Leid auch recht lang. Er ging von 9 bis halb 1. Danach bin ich dann recht zügig nach Masogo gefahren, mit einem schlechten Gewissen, weil ich so spät war, nur um zu bemerken, dass mich die Lehrerin nur deswegen so früh bestellt hatte, weil sie wieder auf meine Hilfe bei ihrem Abwasch (den ich schon ein, zwei Mal für sie gemacht habe) gehofft hatte. Es war sogar noch Zeit, dass ich den anderen Frauen beim Vorbereiten des Hochzeitsessen helfen konnte, d.h. Tomaten schneiden, Chapatis naschen, Reis puhlen (schlechte Körner und Steinchen aussortieren) und mit der kleinen Nasha spielen. Die Hochzeitszeremonie war eigentlich nicht sehr anders als in Deutschland, der Einzug der Braut dauert sehr viel länger und die Braut wird ermahnt dem Bräutigam auch ja genug zu essen zu kochen u.ä. doch ansonsten… Wie überall eigentlich wurde ich auch hier extra begrüßt, obwohl ich eigentlich nicht wirklich eingeladen war und hätte mich auch nach vorne setzten können, doch darauf habe ich dann doch lieber verzichtet. Nach der Zeremonie werden noch in der Kirche die Dokumente unterschrieben (so wie im Standesamt eigentlich) und ein Kuchen angeschnitten, der vom Brautpaar an die Eltern, Schwiegereltern und ein paar Gäste „verfüttert“ wurde (so lange der Vorrat reicht). Hier konnte ich mich dann nicht mehr wehren, ich wurde quasi über die Stühle getragen um einen Qubikcentimeter des Kuchens von der Gabel der Braut zu bekommen.
Nach der Hochzeit habe ich mich noch mit Aloyce und dem Manager der Tischlerei getroffen, beim ersten Treffen hatte ich letzteren nicht kennen gelernt. Ich habe ihm die Anleitung für meinen Schöpfrahmen gegeben und wir haben besprochen, ob es nicht noch eine Möglichkeit für mich gäbe auch ein wenig hier zu arbeiten. Am Dienstag werde ich meinen ersten Nachmittag dort verbringen, ich habe noch keine Ahnung, was ich dort machen werde, denn an die Maschinen werden sie mich wohl nicht gleich lassen, aber das kann ich dann ja alles dann sehen.
Heute haben die Examen dann tatsächlich angefangen und ich habe sowohl die vierte als auch die fünfte Klasse beaufsichtigt und die Ergebnisse korrigiert. Hier muss man eigentlich auch jedes Mal das Aufgabenblatt, das für die Schulen der Region gleich ist, nach Fehlern durchsuchen, ein oder zwei sind immer dabei. Als ich dann vorhin angefangen habe euch zu schreiben, kam auch aus der einen Hüttenecke ein lautes knarrendes Geräusch, ich war voll verwirrt, habe nachgeschaut aber nichts gefunden. Später kam es ab und zu immer wieder. Irgendwann habe ich dann mal in einen meiner Schuhe geguckt und da saß doch tatsächlich so eine dicke, fette Kröte drin. Sie hat mich doch sehr an den Chor im ersten Harry-Potter-Film erinnert. Naja jetzt ist sie jedenfalls draußen^^. Mit Kröten habe ich auch kein so großes Problem, meine Insektenstiche machen mir da schon mehr Sorgen. Sie hören einfach nicht auf, jede Nacht habe ich neue. Wir vermuten das es Flöhe sind die sich irgendwo in meiner Matratze versteckt haben. Die wurde jetzt schon bearbeitet, doch das Jucken zerrt wirklich an meinen Nerven und ich hoffe einfach nur, dass das jetzt besser wird.
So ich glaube am Samstag habe ich mich zuletzt gemeldet, da habe ich ja auch, wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, die Bilder endlich hochladen können. Ich hoffe die Beschriftungen sind eindeutig und gut zu verstehen. Ihr wisst ja wenn ihr Fragen habt, dann meldet euch.
Am Samstagabend hatten wir dann noch Besuch von Florence‘ Schwester Ruth. Eine Frau, die wirklich vieles zu erzählen hat... sehr oft. Manchmal kann einem das echt auf die Nerven gehen, denn die Leute wiederholen hier immer also 4 und 5 Mal und man hat das Gefühl, wie ein kleines Kind behandelt zu werden. Naja sie hat uns dann auch noch gezeigt, wie man richtig Chapati macht. Das fängt schon beim Ausrollen an, Chapatis werden erst ausgerollt und mit Öl bestrichen, dann wieder zu einer Schnecke zusammen gerollt, liegen gelassen und neu ausgerollt. So entsteht bei Backen ein luftiger Fladen, da die einzelnen Schichten durch das Öl nicht zusammen backen. Beim Backen wird er dann noch mehrmals gewendet und es werden teilweise 3 übereinander gestapelt und der unterste dann herausgeholt und irgendwie bin ich noch nicht durch den Backprozess durchgestiegen^^.
Am Sonntag wurden wir dann von Aloyce in die Kirche geschleppt, ich habe ja nichts dagegen in die Kirche zu gehen aber ich war um 11 mit einer Lehrerin von meiner Schule verabredet und konnte einfach nicht verstehen wieso es Aloyce so wichtig war, das ich ausgerechnet dieses Wochenende in die Kirche gehe. Aber als wir da waren hat er es uns erklärt. Der Gottesdienst wurde von den vier verschiedenen Gemeinden des Parishs besucht und war dementsprechend groß und zu meinem Leid auch recht lang. Er ging von 9 bis halb 1. Danach bin ich dann recht zügig nach Masogo gefahren, mit einem schlechten Gewissen, weil ich so spät war, nur um zu bemerken, dass mich die Lehrerin nur deswegen so früh bestellt hatte, weil sie wieder auf meine Hilfe bei ihrem Abwasch (den ich schon ein, zwei Mal für sie gemacht habe) gehofft hatte. Es war sogar noch Zeit, dass ich den anderen Frauen beim Vorbereiten des Hochzeitsessen helfen konnte, d.h. Tomaten schneiden, Chapatis naschen, Reis puhlen (schlechte Körner und Steinchen aussortieren) und mit der kleinen Nasha spielen. Die Hochzeitszeremonie war eigentlich nicht sehr anders als in Deutschland, der Einzug der Braut dauert sehr viel länger und die Braut wird ermahnt dem Bräutigam auch ja genug zu essen zu kochen u.ä. doch ansonsten… Wie überall eigentlich wurde ich auch hier extra begrüßt, obwohl ich eigentlich nicht wirklich eingeladen war und hätte mich auch nach vorne setzten können, doch darauf habe ich dann doch lieber verzichtet. Nach der Zeremonie werden noch in der Kirche die Dokumente unterschrieben (so wie im Standesamt eigentlich) und ein Kuchen angeschnitten, der vom Brautpaar an die Eltern, Schwiegereltern und ein paar Gäste „verfüttert“ wurde (so lange der Vorrat reicht). Hier konnte ich mich dann nicht mehr wehren, ich wurde quasi über die Stühle getragen um einen Qubikcentimeter des Kuchens von der Gabel der Braut zu bekommen.
Nach der Hochzeit habe ich mich noch mit Aloyce und dem Manager der Tischlerei getroffen, beim ersten Treffen hatte ich letzteren nicht kennen gelernt. Ich habe ihm die Anleitung für meinen Schöpfrahmen gegeben und wir haben besprochen, ob es nicht noch eine Möglichkeit für mich gäbe auch ein wenig hier zu arbeiten. Am Dienstag werde ich meinen ersten Nachmittag dort verbringen, ich habe noch keine Ahnung, was ich dort machen werde, denn an die Maschinen werden sie mich wohl nicht gleich lassen, aber das kann ich dann ja alles dann sehen.
Heute haben die Examen dann tatsächlich angefangen und ich habe sowohl die vierte als auch die fünfte Klasse beaufsichtigt und die Ergebnisse korrigiert. Hier muss man eigentlich auch jedes Mal das Aufgabenblatt, das für die Schulen der Region gleich ist, nach Fehlern durchsuchen, ein oder zwei sind immer dabei. Als ich dann vorhin angefangen habe euch zu schreiben, kam auch aus der einen Hüttenecke ein lautes knarrendes Geräusch, ich war voll verwirrt, habe nachgeschaut aber nichts gefunden. Später kam es ab und zu immer wieder. Irgendwann habe ich dann mal in einen meiner Schuhe geguckt und da saß doch tatsächlich so eine dicke, fette Kröte drin. Sie hat mich doch sehr an den Chor im ersten Harry-Potter-Film erinnert. Naja jetzt ist sie jedenfalls draußen^^. Mit Kröten habe ich auch kein so großes Problem, meine Insektenstiche machen mir da schon mehr Sorgen. Sie hören einfach nicht auf, jede Nacht habe ich neue. Wir vermuten das es Flöhe sind die sich irgendwo in meiner Matratze versteckt haben. Die wurde jetzt schon bearbeitet, doch das Jucken zerrt wirklich an meinen Nerven und ich hoffe einfach nur, dass das jetzt besser wird.
Samstag, 22. Oktober 2011
Die letzten Tage
So langsam lebe ich mich ein und finde einen Tagesablauf, doch der wird auch immer wieder unterbrochen. Am Mittwoch musste ich kurufristig nach Kisumu um für mich und Charlotte die Dokumente für das Missionarsvisum abzugeben. Und am Donnerstag mussten Charlotte und ich stundenlang unsere Gastmutter dazu überreden zum Arzt zu gehen, da sie einen faulen Zahn hatte. Am selben Tag hatte sie sich dann doch lieber beim Waschen am Fluss versteckt, doch am Freitag tat es wohl genug weh, das sie ihre Angst überwinden konnte. Seit dem scheint sie ein wenig sauer zu sein, mehr ist bis jetzt auch eigentlich noch nicht passiert.
Ich plane jetzt ein paar kleine Projekte um die Umwelt hier ein wenig sauber zu halten und ein bisschen Müll zu verbrauchen. Ich möchte aus alten Plasriktütren neue Taschen flechten oder häkeln und aus altem Papier werde ich versuchen neues zu schöpfen, vielleicht werden wir auch einen Garten für die Schulküche anlegen und mit dem eigenen Kompost düngen, aber das steht alles noch in den Sternen, mal sehen was ich davon dann tatsächlich verwirklichen kann.
Bis zum nächsten Mal!
Ich plane jetzt ein paar kleine Projekte um die Umwelt hier ein wenig sauber zu halten und ein bisschen Müll zu verbrauchen. Ich möchte aus alten Plasriktütren neue Taschen flechten oder häkeln und aus altem Papier werde ich versuchen neues zu schöpfen, vielleicht werden wir auch einen Garten für die Schulküche anlegen und mit dem eigenen Kompost düngen, aber das steht alles noch in den Sternen, mal sehen was ich davon dann tatsächlich verwirklichen kann.
Bis zum nächsten Mal!
Montag, 17. Oktober 2011
Das Wochenende
Hallo ihr Lieben,
von meiner Blasenentzündun habe ich mich zum Glück wirklich schnell kuriert. Ich war am Donnerstag aber noch nicht in der Schule. Am Freitag gings dann nach der Lunchtime schon nach Hause und Charlotte und ich haben uns nach dem Packen auf den Weg nach Nyang'oma (insgesamt um die 3-4 Stunden unterwegs) gemacht um zwei weitere Freiwillige von Kolping zu treffen, Julia und Johannes. Julia arbeitet in einer Primary Boarding (Boarding= mit Internat) School und Johannes in einer technical School (quasi eine secondary) die teilweise auch für Gehörlose ist. In Nyang'oma befindet sich all das auf einer Missionsstation die auch noch ein Kinderheim und eine Krankenstation beherbergt. Im Gegensatz zu uns wohnen die beiden zusammen in einem richtigen Haus und versorgen sich weitesgehend selbst. Am Samstagmorgen waren wir auf einer Spendensammlung (Fundraising) von Julias Schule für einen GEnerator, da das komplette Internat ohne Strom ist. Hierbei werden Eltern und Ehrengäste eingeladen. Jeder bringt seine Spende einzeln nach vorne und es wird aufgerufen was gespendet wurde. Da Julias Workcamp auch noch ein bisschen Geld da gelassen hatte, konnten wir ein wenig verschleihern, wieviel wir gespendet haben, da wir alles zusammen abgegeben haben. Es ist schwierig die richtige Summe zu Spenden, wenn man so viel gibt wie die Einheimischen, kann es heißen man hätte doch viel mehr Geld und wenn man mehr gibt kann das sehr überheblich und "prollig" sein. Manchmal wird das mit Spielen und Tanzvorführungen der Schüler oder einer Band begleitet. Bei uns hat eine Band gespielt, sie hatten einen Tänzer dabei, der zurückgebildete Beine hatte (sie waren normal lang aber sehr dünn und ohne Muskeln). Solche Menschen sieht man hier ab und zu, sie tragen Flipflops an den Händen und wickeln sich meist Stoff um die Knie und Füße um sich dann auf allen Vieren frot zu bewegen. Dieser Tänzer hat auch so getanzt und sich ab uns zu im Break-Dance-Style auf die Arme gestützt. Wie haben auch noch das Waisenhaus besucht und noch lurz mit den Kindern gespielt und den Betreuern beim Waschen der Kinder geholfen. In einer kleinen Bäckerei konnten wir sogar Brötchen kaufen und bei Julia und Johannes gab es einen Toaster, das war ein wahres Festmahl für uns (grins). Wir haben uns viel mit den anderen beiden über unsere Arbeit und unsere Unterkunft unterhalten und uns dann auch entschieden doch erst am Sonntag zurück zu fahren. Am Sonntag ging es dann aber auch nach dem man noch über den kleinen Markt von Nyang'oma geschlendert war gegen 13 Uhr Richtung Heimat. Wir sind auch erst gegen Abend angekommen, waren noch laufen (meine Kondition wird voll schnell besser) und dann gabs auch schon essen. Jetzt ist es Montagnachmittag, es regnet und ich schreibe euch. Die Examen dauern immer noch an, desswegen habe ich der Schule kaum was zu tun, Charlotte ist in Kisumu und die anderen noch nihct wieder da. Meine Beine sind immer noch fürchterlich zerstochen, doch es sind zum Glücknicht soviele neue Stiche dazu gekommen. Das mit dem Fahrradfahren zur Schule klappt noch nicht so flüssig, da der Vorderreifen immer wieder Luft verliert. Es ist auch nur noch ein kleiner, naja inzwischen schon recht pummeliger Welpe da, die anderen wurden weggegeben. Ich habe jetzt leider gar nichts mehr zu erzählen, melde mich aber so schnell wie möglich wieder.
Die liebsten Grüße von einer, sich gut einegelebten
HANNE
Die liebsten Grüße von einer, sich gut einegelebten
HANNE
Mittwoch, 12. Oktober 2011
Vergessen
Wenn ich so rückblcikend auf die Tage schaue, dann merke ich erst im Nachhinein, wie viel ich euch nicht erzählt habe. Also als wir in Mbaga bei Father Edmund waren, haben wir auf dem Rückweg nach Kisumu den Equator überquert und kurz ein paar Bilder gemacht. Eigentlich ist dort nichts besonderes, nur eine Skulptur mit der Aufschrift "Equator Point".
Heute während der 4 Stunde waren wir mit ungefähr 30 der Kinder, gemischt aus allen Klassen auf einer Funderal, einer Beerdigung. Es war keine richtige Beerdigung, die muss schon vorher gewesen sein. Doch die Kinder haben am Grab und auch auf dem Weg zu dem Familiencompound, wo sich das Grab befand (es gibt wohl keine Friedhöfe oder vielleicht konnte es sich die Familie auch nicht leisten) gesungen. Im Haus, in das wir uns alle reingequetscht haben (es bestand aus zwei Räumen, war eine Lehmhütte und nur der eine Raum war für Gäste gedacht) wurde dann auf Luo zu der Witwe, der Mutter eines Kinder aus der Babyklass (eine der drei Klassen in der Vorschule, die zur Masogo High Rise gehört) gesprochen und ihr wurde Geld gegeben, das die Kinder gesammelt haben, das wird jedesmal gemacht.
So das ist erst einmal das was mir noch infällt, ich muss jetzt auch schlafen und noch viel heiß trinken^^
Gute Nacht an alle (hier ist es gleich 10 Uhr und man ist jeden Tag so müde, dass man zu der Zeit auch wirklich shclafen möchte).
Heute während der 4 Stunde waren wir mit ungefähr 30 der Kinder, gemischt aus allen Klassen auf einer Funderal, einer Beerdigung. Es war keine richtige Beerdigung, die muss schon vorher gewesen sein. Doch die Kinder haben am Grab und auch auf dem Weg zu dem Familiencompound, wo sich das Grab befand (es gibt wohl keine Friedhöfe oder vielleicht konnte es sich die Familie auch nicht leisten) gesungen. Im Haus, in das wir uns alle reingequetscht haben (es bestand aus zwei Räumen, war eine Lehmhütte und nur der eine Raum war für Gäste gedacht) wurde dann auf Luo zu der Witwe, der Mutter eines Kinder aus der Babyklass (eine der drei Klassen in der Vorschule, die zur Masogo High Rise gehört) gesprochen und ihr wurde Geld gegeben, das die Kinder gesammelt haben, das wird jedesmal gemacht.
So das ist erst einmal das was mir noch infällt, ich muss jetzt auch schlafen und noch viel heiß trinken^^
Gute Nacht an alle (hier ist es gleich 10 Uhr und man ist jeden Tag so müde, dass man zu der Zeit auch wirklich shclafen möchte).
Blasenentzündung? Ernsthaft?!
Hallo ihr Lieben,
da bin ich wieder. Also ich habe, glaube ich, am Montagabend aufgehgört. Wir haben Chapatis gemacht, das sind runde, dünne Teigfladen, die eigentlich wie Pfannkuchen schmecken, aber wenn man sie über dem Feuer macht, ist es doch nochmal etwas anderes. Der Dienstag war nicht so hard, wie der Montag in der Schule, ich habe ein paar Stunden gestrichen und die Sciencestunden konnte ich ja eh schlecht machen, da ich die Fachbegriffe auf Englisch gar nicht kann. An dem Nachmittag bin ich dann nochmal alleine laufen gegangen, es ging mir nicht so gut und die Ablenkung tat mir gut. Ich bin einfach in eine Richtung los gelaufen und habe dann eine wunderschöne Strecke am Fluß entlang gefunden. Als es anfing dunkel zu werden habe ich auch viele Tiere gesehen, kleine Papageienartige Vögel und ich glaube sogar eine große Fledermaus, also so groß wie eine Amsel vom Körper her mit großen hellbraunen Flügeln. Das kleine Tal, das sich das Wasser gegraben hat ist einfach wie ein kleines Paradies. Der Schultag heute war relativ ereignislos. Ich mag den Unterricht in der vierten Klasse, die Kinder sind sehr motiviert, das kann natürlich daran liegen das ich noch der "Mzungu", der Weiße Mensch, bin. Aber es ist auch angenehm, weil sie nur 11 Schüler sind. Die dritte Klasse ist dafür sehr anstrengend, sie ist groß, hat einige Klassenclowns und der Reife- und Intelligenzunterschied ist doch gewaltig, im Gegensatz zur Vierten. Da Charlotte gestern nicht mitgelaufen ist sind wir heute nochmal los gewesen. Gegen Ende der Strecke musste ich dann doch ziemlich dringend auf die Toilette, als ich endlich wieder zuhause war... Blasenentzündung, zumin. vermute ich das. Die ist gerade, wenn man nur ein Plumsklo zum Hinhocken hat wirklich schmerzhaft, unangenehm und einfach nur bescheuert. Ansonsten geht es mir eigentlich ganz gut, meine Füße sind zwar total zerstochen und haben mich total genervt, doch jetzt habe ich irgendwie andere Sorgen.
Ich hoffe, dass es euch allen besser geht und wünsche euch alles Liebe
eure Sonnenverbrannte, leidende (^^), euch um euer Wetter nicht beneidende
HANNE
da bin ich wieder. Also ich habe, glaube ich, am Montagabend aufgehgört. Wir haben Chapatis gemacht, das sind runde, dünne Teigfladen, die eigentlich wie Pfannkuchen schmecken, aber wenn man sie über dem Feuer macht, ist es doch nochmal etwas anderes. Der Dienstag war nicht so hard, wie der Montag in der Schule, ich habe ein paar Stunden gestrichen und die Sciencestunden konnte ich ja eh schlecht machen, da ich die Fachbegriffe auf Englisch gar nicht kann. An dem Nachmittag bin ich dann nochmal alleine laufen gegangen, es ging mir nicht so gut und die Ablenkung tat mir gut. Ich bin einfach in eine Richtung los gelaufen und habe dann eine wunderschöne Strecke am Fluß entlang gefunden. Als es anfing dunkel zu werden habe ich auch viele Tiere gesehen, kleine Papageienartige Vögel und ich glaube sogar eine große Fledermaus, also so groß wie eine Amsel vom Körper her mit großen hellbraunen Flügeln. Das kleine Tal, das sich das Wasser gegraben hat ist einfach wie ein kleines Paradies. Der Schultag heute war relativ ereignislos. Ich mag den Unterricht in der vierten Klasse, die Kinder sind sehr motiviert, das kann natürlich daran liegen das ich noch der "Mzungu", der Weiße Mensch, bin. Aber es ist auch angenehm, weil sie nur 11 Schüler sind. Die dritte Klasse ist dafür sehr anstrengend, sie ist groß, hat einige Klassenclowns und der Reife- und Intelligenzunterschied ist doch gewaltig, im Gegensatz zur Vierten. Da Charlotte gestern nicht mitgelaufen ist sind wir heute nochmal los gewesen. Gegen Ende der Strecke musste ich dann doch ziemlich dringend auf die Toilette, als ich endlich wieder zuhause war... Blasenentzündung, zumin. vermute ich das. Die ist gerade, wenn man nur ein Plumsklo zum Hinhocken hat wirklich schmerzhaft, unangenehm und einfach nur bescheuert. Ansonsten geht es mir eigentlich ganz gut, meine Füße sind zwar total zerstochen und haben mich total genervt, doch jetzt habe ich irgendwie andere Sorgen.
Ich hoffe, dass es euch allen besser geht und wünsche euch alles Liebe
eure Sonnenverbrannte, leidende (^^), euch um euer Wetter nicht beneidende
HANNE
Montag, 10. Oktober 2011
Der Fluß
Hallo ihr Lieben,
da bin ich wieder! Gestern morgen ging es schon um halb 7 los, ohne Frühstück und zufuß zur "Kirche". Diese bestand aus mit Wellblechdächern bedeckten Holzgestellen. Vom Gottesdienst selbst haben wir eigentlich nichts vertstanden, da dieser auf Luo war, aber es wurde viel gesungen und spezielle Tanzkinder tanzten zu den Liedern vom Chor. Am Ende des Gottesdienstes wurden wir auch kurz nach vorne gebeten um uns selbst vorzustellen. Ihr könnt euch bestimmt vortstellen, was für unmengen wir verschlungen haben als wir zurück kamen. Den Tag verbrachten wir dann damit Briefe zu schreiben, Wäsche aufzuhängen, beim Abwasch zu helfen, mit den Kindern Fußball zu spielen und eben den Dingen, die während der Woche liegen geblieben waren. Wir sind auch mit Biata, meiner neunjährigen Gastschwester an den Fluß gegangen. Biata musste Wasser holen und ihre kleine Schwester Ilka (6 Jahre) waschen, außerdem wollte sie selbst baden. Charlotte und ich waren noch nie am Fluß und der Anblick war einfach wunderschön, wenn die Internetverbindung endlich mal gut ist versuche ich Bilder hoch zu laden. Es war den ganzen Tag sehr heiß und so genossen wir es einfach am Fluß zu sitzen und die Beine ins Wasser hängen zu lassen. Kurz darauf regente es kurz und nur ganz leicht, sodass wir danach tatsächlich noch laufen gehen konnten. Eigentlich wollten wir danach einfach in den Fluß springen, Florence verbat es uns, weil sie uns erst zeigen wollte, wie man in dem Fluß zu baden hatte und wo zu tiefe Stellen sind. Wir sind dann doch noch zu Fluß um uns zu dehnen und noch Übungen zu machen und um einfach die Schönheit des kleinen Tals mit den steilen Abbruchkanten und den darüber hängenden Bäumen zu genießen. Abends haben wir dann zum Essen Kartoffeln in Streifen geschnitten und sie über dem Feuer frittiert und sie schmeckten tatsächlich wie zu hause. Es gab auch kleine Fische in einer Tomatensoße. Sie sind so klein, dass man sie ganz kocht und auch ganz isst, sie schmecken einfach nur nach Fisch.
Am nächsten morgen, also heute musste ich dann um 6 Uhr hoch, da ich ja den längeren Schulweg habe und heute zum ersten Mal mit dem frisch reparierten Fahrrad farhen. Naja nach 10 Metern merkte ich dann, dass es vorne Platt war. Zum Frühstück sollte es eigentlich wie immer Brot geben, doch das war leider schimmelig. Wir baten Florence extra es den Kindern nicht zu geben, doch darauf wird ja nicht gehört. Die Kinder haben damit auch kein Problem, sie würden das Brot auch aus dem Müll wieder heraus fischen (der wird hier übrigens ohne Ausnahme einfach nur verbrannt). Naja also habe ich heute doch wieder das Pikipiki genommen. In der Schule habe ich mir dann erstmal einen Stundenplan zusammen gestellt, damit ich mich auch auf meine Stunden vorbereiten kann, doch da teilweise mehrere Lehrer das selbe Fach in einer Klasse unterrichten, ist das eine recht schwierige Aufgabe. Am Ende war ich vom Unterricht doch recht geschafft und frustriert, man braucht teilweise eine halbe Stunde bis die Kinder eine Aufgabenstellung verstehen (eine Schulstunde geht hier 35 Minuten), in Science kann ich die Kinder nicht wirklich unterrichten, da sie erstens mit dem Buch durch sind und ich die ganzen Fachbegriffe nicht auf Englisch kann. Zuhause hab ich mich dann erst mal eine halbe Stunde an den Fluß gesetzt. Ein kleines Mädchen war bei mir, ich kannte sie nicht und sie verstand auch kein Englisch, so haben wir einfach da gesessen uns gegenseitig gezeigt wie man Pfeifen kann und uns angelacht. Ich habe auch Tagebuch geschrieben, aber als INsekten kamen und mir eine Ameise in den Hintern gebissen hatte, bin ich dann doch zurück um auch noch beim Abwasch zu helfen. Jetzt fangen wir gleich mit Kochen an und ich sitze noch vor der Hütte, während es draußen dunkel wird um euch alles zu erzählen.
Die liebsten Grüße von einer zerstochenen HANNE
Sonntag, 9. Oktober 2011
08.10.2011
Hallo ihr Lieben,
ich schreibe jetzt einfach schon zuhause die Posts vor. Denn gestern hat sich der eine Eintra,g als ich ihn zur Hälfte geschrieben hatte, plötzlich gelöscht und das war, wie ihr an der Länge des Posts ablesen könnt, ja eine ganze MengeAarbeit. Also greife ich auf das Standardverfarhen von Copy und Paste zurück, das ich ja aus der Schule zur Genüge kenne^^.
Nachdem ich gestern das Internetcafe verlassen hatte nahm ich mir ein Pikipiki zurück nach Mbaga, Charlotte war schon bei Annes Familie und ich sollte nachkommen. Wir schauten uns zusammen Fotos von Charlottes Reise mit dem Workcamp nach Mombasa und ihrer Safari an und die Kinder spielten in unseren Haaren herum. Anne machte uns auch zum Abendessen Chapati. Die nahmen wir dann mit als Father Edmund uns abholte. Bei ihm gab es dann ein Festmahl. Uns wurden leckere Spagetti, Hühnchen, Reis, ein spinatartiges Gemüse (naja) und die Chapatis vor die Nase gesetzt. Wir mussten nichts mit vorbereiten, da einer von den Jungen, denen Father die Schulbildung auf der Secondary School ermöglichte ihm dafür im Haushalt half und auch kochte. Father hatte zwei dieser Jungen und ermöglichte außerdem einem Mann, für ihn zu kochen und einer Frau für ihn zu waschen um sich Geld zu verdienen. Doch vor dem Essen genossen Charlotte und ich noch den Genuss einer RICHTIGEN Dusche mit warmem Wasser. Es war himmlisch! Am Abend schauten wir uns noch eine DVD von dem großen Chor und einem kleinen Kinderchor an, die beide hier aus Mbaga kamen.
Am nächsten Morgen mussten wir um kurz vor 6 aufstehen und uns für die Messe um halb 7 fertig machen. Es war mein erster afrikanischer Gottesdienst. Die Kirche war voller Schüler aus, ich glaube, mehr als 3 Schulen, für die die Messe Pflicht ist. Man hörte ihren Gesang schon von weitem aus Kriche. Allgemein wurde in diesem Gottesdienst viel mehr gesungen als bei uns in Deutschland. Das ganze Gebiet in dem ich lebe ist katholiosch und so gab es auch in diesem Gottesdienst ein Abendmahl an dem Charlotte und ich teilnahmen. Wir wurden auch von Father Edmund kurz vorgestellt und wir erzählten wie lange wir wo bleiben würden. Ich habe leider nicht so viel von der Messe selbst verstanden, weil sie auch viel auf Luo war. Nach der Messe packten wir unsere Sachen, verabschiedeten uns noch schnell von Anne und fuhren mit Father Edmund und Sister Cornelius zurück anch Kisumu. Im Nakumatt wurde noch die nächste Fuhre Obst gekauft und es ging weiter nach Masogo. Father Edmund und Sister Cornelius wollten gerne sehen wie wir wohenen und waren, obwohl es echt trocken war (es hatte gestern wohl nicht geregnet), vom Matsch überrascht. Vorallem weil am Fluß eine steile Abbruchkante direkt am Weg bzw. jetzt schon da ist wohl mal Weg war. In einem Monat wird der Weg wohl verlegt werden müssen, denn jetzt ist er schon nur noch einen halben Meter breit, zwischen dem Fluß und einem Grundstück. Während unsere Gäste sich mit Charlotte ihre Schule anschauten, die ja nur 3 Minuten entfernt liegt. Habe ich endlich meine Sachen Waschen können und danach war es schon Zeit zu Kochen. Florence verspätet sich stark, ihr Vater liegt mit Diabetis im Krankenhaus, also ist es unser Job das Essen und Ugali für die Kinder zu machen. Meine Kartoffelsuppe war zwar keine Suppe, sondern nur gekochte Kartoffeln aber geschmeckt hat es trotzdem.
Freitag, 7. Oktober 2011
07.10.2011 17:02
Hallo ihr Lieben,
da bin ich wieder. Vielen Dank für die unglaublich lieben, aufbauenden und stärkenden Grüße von euch allen. Es tut mir Leid, dass ich mich erst jetzt wieder bei euch melden kann, aber in unserer Hütte ist die Internetverbindung zu langsam zu Blog schreiben. Also um da fortzufahren, wo ich aufgehört habe: Am Monatg haben wir es leider nur geschafft Charlottes Schule anzuschauen, die Wambi. Dort waren die Lehrer zwar freundlich und höflich, doch irgendwie auch distanziert. Es fehlte die Offenheit und Herzlichkeit, die wir von unserer Gastfamilie erfahren hatten. Das steigerte mein Heimweh natürlich noch einmal. Doch der nächste Tag sollte besser werden. Am Dienstag haben wir noch kurz in meiner Schule vorbei, wo ich sehr herzlich und fröhlich von den Lehrern begrüßt wurde. Ich wurde kurz den Klassen vorgestellt und dann wollte Aloyce schon wieder weiter. Wir fuhren mit dem Matatu für umgerechnet 80 cent nach Kisumu, die nächst größere Stadt hier. So ein Matatu hat immer ungefähr 12 freie Plätze, aber es wird immer unglaublich voll gestopft. In Kisumu kauften wir dann eine ganze Menge ein. Ich brauchte eine Simkarte und wir mussten unseren Internetstick aufladen. Im großen Supermarkt wurden dann noch Schüsseln und Tape, Papier und Bettlaken, Brot und Aufstrich gekauft. Auf dem Rückweg zur Matatustation ging es durch eine große Markthalle in der wir endlich, die, von mir lang ersehnten früchte kauften, Ananas, Melone, Karotten und Bananen. Als wir endlich wieder zuhause waren, es war heiß und eng und staubig den ganzen Tag und erst recht in der 3/4 Stunde im Matatu, konnte ich endlich wieder mit Lars telefonieren. Doch wir wurden schnell enttäuscht, auch von der Safaricom-Simkarte war das Telefonieren unglaublich teuer und die Billigvorwahlen schienen nicht zu funktionieren. Charlotte und ich haben noch schnell das Dach abgeklebt und ich hoffte, nun von Regen in meinem Bett verschont zu bleiben. Hier in Afrika kippe ich einfach unglaublich schnell ins Bett, das ist erstaunlich, spätestens um 10 fallen mir einfach die Augen zu.
Am Mittwoch hatte ich dann meinen ersten richtigen Schultag, weil es am Dienstagabend noch geregnet hatte, war mein Weg unglaublich matschig. Ich muss immer etwas 20 Minuten durch den Schlamm zur etwas großeren "Straße" laufen. Dort kann ich dann ein Pikipiki für ca. 50 cent in den Ort nehmen. In der Schule wurde ich trotz meiner Verspätung sofort freundlich begrüßt und anch meinen Unterrichtswünschen gefragt. Eigentlich wollte ich erstmal einem Lehrer bei der Arbeit zuschauen, aber als ich dann in der Klasse stand und der Leherer wieder raus ging, war ich auf mich allein gestellt. Die Kinder sagten, sie hätten Englisch, sie zeigten mir, wo sie in ihrem Buch waren und erwarteten von mir Unterricht. Ich sprach also die Aufgabe über myself, yourself, himself... durch und ließ sie danach die Aufgabe aus dem Buch machen. Als sie fertig waren kamen sie zu mir um es korrigieren zu lassen und schon war die Stunde vorbei, glücklicherweise. Ganz ähnlichlief es in der nächsten Stunde bei derselben dritten Klasse (es gibt 3 Vorschulklassen und 5 Primaryklassen) ab. Danach schaute ich mir tatsächlich auch nochmal den Unterricht in der fünften Klasse an. Und danach sollte ich wieder selber unterrichten, diesmal in der vierten Klasse. Doch die Schüler haben gut mitegarbeitet und waren sehr geduldig mit mir. Ich habe das Gefühl meine Arbeit gar nicht so schlecht gemacht zu haben. Nach der Gamestime (ca 16 Uhr) konnte ich dann nach Hause gehen. Die Lehrer können noch bis 17 Uhr unterrichten, müssen sie aber nicht. Ich werde wohl immer um 4 gehen, weil ich echt groggy bin. Ich war gerade noch rechtzeitig vor dem nächsten Platzregen zu Hause. Ich muss mich leider jetzt ein wenig beeilen weil das Cafe gleich schließt, also wirds jetzt ein wenig kürzer. Am Donnerstag war mein zweiter Tag, ich nahm wieder das Pikipiki zur Schule und unterrichtete Englisch und Mathe in der vierten Klasse und nochmal Englsich in der Dritten, wobei mir die Vierte sehr viel lieber ist, sie hat nur 12 Schüle, im Gegensatz zu der Dritten mit 3. In der Vierten und Fünften Klasse bekam ich von den Schülern dann sogar noch Luounterricht. In einer der Pausen bekam ich dann auch das erste Mal ein Punsihment mit. Zwei Jungs hatten sich von im Klassenraum egprügelt und nun wurden sie ziemlcih hart ca 5 Mal vor der ganzen versammelten Schule mit einem harten Stock geschlagen. Es war ziemlich hart das mit anzusehen. Vielleicht kann ich in meinen 10 Monaten hier etwas an der Einstellung der Lehrer ändern, oder zumindest die Häufigkeit des Punishments senken.
Ich war zum Glück wieder knapp vor dem Regen zuhause. Doch leider war die Hütte abgeschlossen weil Charlotte noch in der Wambi war. Ich saß also mit 4 kleinen Kindern in der Küchenhütte und wartete. In der Zeit wurde Feuer gemacht und als der Regen weniger wurde konnt Lars mich endlich erreichen, mit einer Billigvorwahl. Die Kinder machten sich Wasser warm und duschten sich splitternackt im Nieselregen draußen. Dann kam auch Charlotte und ich konnte in die Hütte. Jetzt nahm auch ich mein Duschzeug und genoß in der kleinen Duschkabine den Luxus von warmem Wasser. Mein Durchfall war inzwischen weg und auch die Magenkrämpfe ließen nach. Nun fingen die Zwiebeln und Bohnen langsam an ihren Tribut zu fordern.
Heute morgen ging es dann früh los mit dem Matatu nach Kisumu und dann mit einem anderen Matatu nach Siaya. Charlotte und ich wollte den Ort besuchen an dem Charlotte ihr Workcamp hatte. Sie fühlte dich dort noch sehr viel mehr zuhause als bei Aloyce und hatte Sehnsucht nach den Menschen, die sie in den 4 Wochen dort kennen gelernt hatte. Wir fuhren von Siaya mit dem Pikipiki nach Mbaga und besuchten Father Edmund. Dort hatte Charlotte, die 4 Wochen mit den anderen Workcamplern geschlafen und danach besuchten wir noch die Schulen und die Gesundheitsstation. Nun sitze ich in Siaya im Internetcafe um euch zu schreiben. Ich hoffe ihr schreibt mir weiter auch so fleißig und für alle, die mir auch was handfestes geben wollen bekommt ihr noch mal meine Adresse hier in Afrika:
Kamancha Foundation
Aloyce Abila / Hanne Loewer
Aloyce Abila / Hanne Loewer
Box 105 Miwani
Masogo, Kisumu, Kenya
Ich wünsch euch alles Gute und hoffe, dass ihr mir auch alles wichtige schreibt.
Die besten Grüße von einer immernoch etwas heimwehkranken Hanne
Die besten Grüße von einer immernoch etwas heimwehkranken Hanne
Montag, 3. Oktober 2011
03.10.2011 11:25
Hallo ihr Lieben,
vor zwei Tagen bin ich wohlbehalten gegen 20:30 in Nairobi angekommen. Nach zwei Stunden langem nervenaufreibenden Anstehen hab ich dann endlich auch mein Visum eingestempelt bekommen. Zusammen mit einem weiteren freiwilligen, Johannes, wurde ich dann von Charlotte (meiner Proejktpartnerin in Masogo), Julia (Johannes Projektpartnerin in Nyang'oma) und Katherina (der Workcampleiterin von Charlotte) am Flughafen abgeholt. Auf dem weg mit dem Kleinbus durch Nairobi hab ich einen ersten Eindurck von der Hauptstadt gewonnen. Zuerst einmal war sie wider aller Erwartungen nass^^ Und ich war mir auch schnell sicher froh zu sein, dass ich aufdem Land leben werde. Nairobi ist immer geschaäftigt, laut durch Musik und Verkehr und schon auch dreckig. Im Hostel sind wir dann doch schnell nach einer warmen Dusche ins Bett gekippt. An dem Abend hatte ich meinen ersten Kulturschock. In einer fremden, lauten Stadt, ohne Familie, meinen Lars und meine Freunde war ich unglaublich einsam. Am nächtsen Morgen ging es um 7 mit Sack und Pack zur Busstation und von da aus mit einem recht leeren Bus (er sah nicht mal aus als wenn er auseinanderfallen würde^^) 8 Stunden land nach Kisumu. Die Straßen waren teilweise so schlecht, dass mir speiübel wurde und dann wieder nagelneu. Vielleicht ist der Weg wenn ich nahc Hause komme sogar schon komplett neu. Es wird auf jeden Fall viel an den Straßen gebaut. Kurz vor Kisumu sind dann Charlotte und ich ausgestiegen. Julia und Jo fuhren weiter nach Nyang'oma und Katharina nach Rabour, wo sie vor 2 Jahren ihren Freiwilligendienst geleistet hatte. An der Kreuzung nach Masogo erwarteten uns schon ein Trupp von Pikipikis. Aloyce, unser Gastvater war noch nicht da und do fuhrn wir kurzentschlossen schon los. Mit dem kompletten Gepäck (naja Charlottes großer Koffer war schon bei dem Compount) quetschten wir uns dann auf insgesamt 3 Mofas und schon gings los. Der kühle Fahrtwind war eine angenehme Abwechslung zum stickig-heißen Wetter, so war der Trip wirklich ganz shcön auch wenn wir zweimal fast im Matsch stecken geblieben und umgefalle wären. Auf dem Compount richteten wir zuerst unsere Hütte ein und abends gabs ein leckeres Huhn mit Ugali (Maismehl mit Wasser). Durch das Telefonat mit meinem Freund am Vorabend war erst einmal mein Handyguthaben leer und dadurch das Telefonieren so undenkbar schien kam der nächste Anfall von Heimweh. Doch hier in Kenia gibt es wohl ganz gute Tarife und so konnte ich über das Handy von Charlotte doch noch telefonieren.
vor zwei Tagen bin ich wohlbehalten gegen 20:30 in Nairobi angekommen. Nach zwei Stunden langem nervenaufreibenden Anstehen hab ich dann endlich auch mein Visum eingestempelt bekommen. Zusammen mit einem weiteren freiwilligen, Johannes, wurde ich dann von Charlotte (meiner Proejktpartnerin in Masogo), Julia (Johannes Projektpartnerin in Nyang'oma) und Katherina (der Workcampleiterin von Charlotte) am Flughafen abgeholt. Auf dem weg mit dem Kleinbus durch Nairobi hab ich einen ersten Eindurck von der Hauptstadt gewonnen. Zuerst einmal war sie wider aller Erwartungen nass^^ Und ich war mir auch schnell sicher froh zu sein, dass ich aufdem Land leben werde. Nairobi ist immer geschaäftigt, laut durch Musik und Verkehr und schon auch dreckig. Im Hostel sind wir dann doch schnell nach einer warmen Dusche ins Bett gekippt. An dem Abend hatte ich meinen ersten Kulturschock. In einer fremden, lauten Stadt, ohne Familie, meinen Lars und meine Freunde war ich unglaublich einsam. Am nächtsen Morgen ging es um 7 mit Sack und Pack zur Busstation und von da aus mit einem recht leeren Bus (er sah nicht mal aus als wenn er auseinanderfallen würde^^) 8 Stunden land nach Kisumu. Die Straßen waren teilweise so schlecht, dass mir speiübel wurde und dann wieder nagelneu. Vielleicht ist der Weg wenn ich nahc Hause komme sogar schon komplett neu. Es wird auf jeden Fall viel an den Straßen gebaut. Kurz vor Kisumu sind dann Charlotte und ich ausgestiegen. Julia und Jo fuhren weiter nach Nyang'oma und Katharina nach Rabour, wo sie vor 2 Jahren ihren Freiwilligendienst geleistet hatte. An der Kreuzung nach Masogo erwarteten uns schon ein Trupp von Pikipikis. Aloyce, unser Gastvater war noch nicht da und do fuhrn wir kurzentschlossen schon los. Mit dem kompletten Gepäck (naja Charlottes großer Koffer war schon bei dem Compount) quetschten wir uns dann auf insgesamt 3 Mofas und schon gings los. Der kühle Fahrtwind war eine angenehme Abwechslung zum stickig-heißen Wetter, so war der Trip wirklich ganz shcön auch wenn wir zweimal fast im Matsch stecken geblieben und umgefalle wären. Auf dem Compount richteten wir zuerst unsere Hütte ein und abends gabs ein leckeres Huhn mit Ugali (Maismehl mit Wasser). Durch das Telefonat mit meinem Freund am Vorabend war erst einmal mein Handyguthaben leer und dadurch das Telefonieren so undenkbar schien kam der nächste Anfall von Heimweh. Doch hier in Kenia gibt es wohl ganz gute Tarife und so konnte ich über das Handy von Charlotte doch noch telefonieren.
Heute morgen wachte ich erst mal von Magenkrämpfen und Durchfall auf, druch die Hitze ist auch noch der Kreislauf hinüber. Ich hoffe mal das bessert sich im laufe des Tages noch denn nachher wollen wir uns noch die Schulen anschauen und im Dorf meine Simkarte holen.
Bis dahin wars das erst einmal. Ihr hört aber noch von mir, vllt schaffe ich es auch demnächst ein paar Bilder hoch zu laden.
Bis dahin wars das erst einmal. Ihr hört aber noch von mir, vllt schaffe ich es auch demnächst ein paar Bilder hoch zu laden.
Es grüßt und vermisst euch ganz doll
Eure Hanne
Samstag, 1. Oktober 2011
Abreise 01.10.2011
So nachdem ich heute morgen um 5 Uhr aufegestanden bin und mich tränenreich von meinem Freund und meiner Familie verabschiedet habe, bin ich von Düsseldorf nach Paris geflogen und hier sitz ich nun und schreibe euch! Bisher hat alles ganz gut geklappt und jetzt gehts weiter nach Neirobi.
Ich vermiss euch alle jetzt schon!!!!
Ich vermiss euch alle jetzt schon!!!!
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