So langsam lebe ich mich ein und finde einen Tagesablauf, doch der wird auch immer wieder unterbrochen. Am Mittwoch musste ich kurufristig nach Kisumu um für mich und Charlotte die Dokumente für das Missionarsvisum abzugeben. Und am Donnerstag mussten Charlotte und ich stundenlang unsere Gastmutter dazu überreden zum Arzt zu gehen, da sie einen faulen Zahn hatte. Am selben Tag hatte sie sich dann doch lieber beim Waschen am Fluss versteckt, doch am Freitag tat es wohl genug weh, das sie ihre Angst überwinden konnte. Seit dem scheint sie ein wenig sauer zu sein, mehr ist bis jetzt auch eigentlich noch nicht passiert.
Ich plane jetzt ein paar kleine Projekte um die Umwelt hier ein wenig sauber zu halten und ein bisschen Müll zu verbrauchen. Ich möchte aus alten Plasriktütren neue Taschen flechten oder häkeln und aus altem Papier werde ich versuchen neues zu schöpfen, vielleicht werden wir auch einen Garten für die Schulküche anlegen und mit dem eigenen Kompost düngen, aber das steht alles noch in den Sternen, mal sehen was ich davon dann tatsächlich verwirklichen kann.
Bis zum nächsten Mal!
Hallihallo, ich bin Hanne Loewer. Den Blog habe ich anlässlich meines Freiwilligendienstes in Kenia begonnen. Nach meiner Keniareise werde ich hier auch Berichte und Fotos meiner anderen Reisen und meiner kreativen Projekte hochladen. Viel Spaß beim stöbern!!!
Samstag, 22. Oktober 2011
Montag, 17. Oktober 2011
Das Wochenende
Hallo ihr Lieben,
von meiner Blasenentzündun habe ich mich zum Glück wirklich schnell kuriert. Ich war am Donnerstag aber noch nicht in der Schule. Am Freitag gings dann nach der Lunchtime schon nach Hause und Charlotte und ich haben uns nach dem Packen auf den Weg nach Nyang'oma (insgesamt um die 3-4 Stunden unterwegs) gemacht um zwei weitere Freiwillige von Kolping zu treffen, Julia und Johannes. Julia arbeitet in einer Primary Boarding (Boarding= mit Internat) School und Johannes in einer technical School (quasi eine secondary) die teilweise auch für Gehörlose ist. In Nyang'oma befindet sich all das auf einer Missionsstation die auch noch ein Kinderheim und eine Krankenstation beherbergt. Im Gegensatz zu uns wohnen die beiden zusammen in einem richtigen Haus und versorgen sich weitesgehend selbst. Am Samstagmorgen waren wir auf einer Spendensammlung (Fundraising) von Julias Schule für einen GEnerator, da das komplette Internat ohne Strom ist. Hierbei werden Eltern und Ehrengäste eingeladen. Jeder bringt seine Spende einzeln nach vorne und es wird aufgerufen was gespendet wurde. Da Julias Workcamp auch noch ein bisschen Geld da gelassen hatte, konnten wir ein wenig verschleihern, wieviel wir gespendet haben, da wir alles zusammen abgegeben haben. Es ist schwierig die richtige Summe zu Spenden, wenn man so viel gibt wie die Einheimischen, kann es heißen man hätte doch viel mehr Geld und wenn man mehr gibt kann das sehr überheblich und "prollig" sein. Manchmal wird das mit Spielen und Tanzvorführungen der Schüler oder einer Band begleitet. Bei uns hat eine Band gespielt, sie hatten einen Tänzer dabei, der zurückgebildete Beine hatte (sie waren normal lang aber sehr dünn und ohne Muskeln). Solche Menschen sieht man hier ab und zu, sie tragen Flipflops an den Händen und wickeln sich meist Stoff um die Knie und Füße um sich dann auf allen Vieren frot zu bewegen. Dieser Tänzer hat auch so getanzt und sich ab uns zu im Break-Dance-Style auf die Arme gestützt. Wie haben auch noch das Waisenhaus besucht und noch lurz mit den Kindern gespielt und den Betreuern beim Waschen der Kinder geholfen. In einer kleinen Bäckerei konnten wir sogar Brötchen kaufen und bei Julia und Johannes gab es einen Toaster, das war ein wahres Festmahl für uns (grins). Wir haben uns viel mit den anderen beiden über unsere Arbeit und unsere Unterkunft unterhalten und uns dann auch entschieden doch erst am Sonntag zurück zu fahren. Am Sonntag ging es dann aber auch nach dem man noch über den kleinen Markt von Nyang'oma geschlendert war gegen 13 Uhr Richtung Heimat. Wir sind auch erst gegen Abend angekommen, waren noch laufen (meine Kondition wird voll schnell besser) und dann gabs auch schon essen. Jetzt ist es Montagnachmittag, es regnet und ich schreibe euch. Die Examen dauern immer noch an, desswegen habe ich der Schule kaum was zu tun, Charlotte ist in Kisumu und die anderen noch nihct wieder da. Meine Beine sind immer noch fürchterlich zerstochen, doch es sind zum Glücknicht soviele neue Stiche dazu gekommen. Das mit dem Fahrradfahren zur Schule klappt noch nicht so flüssig, da der Vorderreifen immer wieder Luft verliert. Es ist auch nur noch ein kleiner, naja inzwischen schon recht pummeliger Welpe da, die anderen wurden weggegeben. Ich habe jetzt leider gar nichts mehr zu erzählen, melde mich aber so schnell wie möglich wieder.
Die liebsten Grüße von einer, sich gut einegelebten
HANNE
Die liebsten Grüße von einer, sich gut einegelebten
HANNE
Mittwoch, 12. Oktober 2011
Vergessen
Wenn ich so rückblcikend auf die Tage schaue, dann merke ich erst im Nachhinein, wie viel ich euch nicht erzählt habe. Also als wir in Mbaga bei Father Edmund waren, haben wir auf dem Rückweg nach Kisumu den Equator überquert und kurz ein paar Bilder gemacht. Eigentlich ist dort nichts besonderes, nur eine Skulptur mit der Aufschrift "Equator Point".
Heute während der 4 Stunde waren wir mit ungefähr 30 der Kinder, gemischt aus allen Klassen auf einer Funderal, einer Beerdigung. Es war keine richtige Beerdigung, die muss schon vorher gewesen sein. Doch die Kinder haben am Grab und auch auf dem Weg zu dem Familiencompound, wo sich das Grab befand (es gibt wohl keine Friedhöfe oder vielleicht konnte es sich die Familie auch nicht leisten) gesungen. Im Haus, in das wir uns alle reingequetscht haben (es bestand aus zwei Räumen, war eine Lehmhütte und nur der eine Raum war für Gäste gedacht) wurde dann auf Luo zu der Witwe, der Mutter eines Kinder aus der Babyklass (eine der drei Klassen in der Vorschule, die zur Masogo High Rise gehört) gesprochen und ihr wurde Geld gegeben, das die Kinder gesammelt haben, das wird jedesmal gemacht.
So das ist erst einmal das was mir noch infällt, ich muss jetzt auch schlafen und noch viel heiß trinken^^
Gute Nacht an alle (hier ist es gleich 10 Uhr und man ist jeden Tag so müde, dass man zu der Zeit auch wirklich shclafen möchte).
Heute während der 4 Stunde waren wir mit ungefähr 30 der Kinder, gemischt aus allen Klassen auf einer Funderal, einer Beerdigung. Es war keine richtige Beerdigung, die muss schon vorher gewesen sein. Doch die Kinder haben am Grab und auch auf dem Weg zu dem Familiencompound, wo sich das Grab befand (es gibt wohl keine Friedhöfe oder vielleicht konnte es sich die Familie auch nicht leisten) gesungen. Im Haus, in das wir uns alle reingequetscht haben (es bestand aus zwei Räumen, war eine Lehmhütte und nur der eine Raum war für Gäste gedacht) wurde dann auf Luo zu der Witwe, der Mutter eines Kinder aus der Babyklass (eine der drei Klassen in der Vorschule, die zur Masogo High Rise gehört) gesprochen und ihr wurde Geld gegeben, das die Kinder gesammelt haben, das wird jedesmal gemacht.
So das ist erst einmal das was mir noch infällt, ich muss jetzt auch schlafen und noch viel heiß trinken^^
Gute Nacht an alle (hier ist es gleich 10 Uhr und man ist jeden Tag so müde, dass man zu der Zeit auch wirklich shclafen möchte).
Blasenentzündung? Ernsthaft?!
Hallo ihr Lieben,
da bin ich wieder. Also ich habe, glaube ich, am Montagabend aufgehgört. Wir haben Chapatis gemacht, das sind runde, dünne Teigfladen, die eigentlich wie Pfannkuchen schmecken, aber wenn man sie über dem Feuer macht, ist es doch nochmal etwas anderes. Der Dienstag war nicht so hard, wie der Montag in der Schule, ich habe ein paar Stunden gestrichen und die Sciencestunden konnte ich ja eh schlecht machen, da ich die Fachbegriffe auf Englisch gar nicht kann. An dem Nachmittag bin ich dann nochmal alleine laufen gegangen, es ging mir nicht so gut und die Ablenkung tat mir gut. Ich bin einfach in eine Richtung los gelaufen und habe dann eine wunderschöne Strecke am Fluß entlang gefunden. Als es anfing dunkel zu werden habe ich auch viele Tiere gesehen, kleine Papageienartige Vögel und ich glaube sogar eine große Fledermaus, also so groß wie eine Amsel vom Körper her mit großen hellbraunen Flügeln. Das kleine Tal, das sich das Wasser gegraben hat ist einfach wie ein kleines Paradies. Der Schultag heute war relativ ereignislos. Ich mag den Unterricht in der vierten Klasse, die Kinder sind sehr motiviert, das kann natürlich daran liegen das ich noch der "Mzungu", der Weiße Mensch, bin. Aber es ist auch angenehm, weil sie nur 11 Schüler sind. Die dritte Klasse ist dafür sehr anstrengend, sie ist groß, hat einige Klassenclowns und der Reife- und Intelligenzunterschied ist doch gewaltig, im Gegensatz zur Vierten. Da Charlotte gestern nicht mitgelaufen ist sind wir heute nochmal los gewesen. Gegen Ende der Strecke musste ich dann doch ziemlich dringend auf die Toilette, als ich endlich wieder zuhause war... Blasenentzündung, zumin. vermute ich das. Die ist gerade, wenn man nur ein Plumsklo zum Hinhocken hat wirklich schmerzhaft, unangenehm und einfach nur bescheuert. Ansonsten geht es mir eigentlich ganz gut, meine Füße sind zwar total zerstochen und haben mich total genervt, doch jetzt habe ich irgendwie andere Sorgen.
Ich hoffe, dass es euch allen besser geht und wünsche euch alles Liebe
eure Sonnenverbrannte, leidende (^^), euch um euer Wetter nicht beneidende
HANNE
da bin ich wieder. Also ich habe, glaube ich, am Montagabend aufgehgört. Wir haben Chapatis gemacht, das sind runde, dünne Teigfladen, die eigentlich wie Pfannkuchen schmecken, aber wenn man sie über dem Feuer macht, ist es doch nochmal etwas anderes. Der Dienstag war nicht so hard, wie der Montag in der Schule, ich habe ein paar Stunden gestrichen und die Sciencestunden konnte ich ja eh schlecht machen, da ich die Fachbegriffe auf Englisch gar nicht kann. An dem Nachmittag bin ich dann nochmal alleine laufen gegangen, es ging mir nicht so gut und die Ablenkung tat mir gut. Ich bin einfach in eine Richtung los gelaufen und habe dann eine wunderschöne Strecke am Fluß entlang gefunden. Als es anfing dunkel zu werden habe ich auch viele Tiere gesehen, kleine Papageienartige Vögel und ich glaube sogar eine große Fledermaus, also so groß wie eine Amsel vom Körper her mit großen hellbraunen Flügeln. Das kleine Tal, das sich das Wasser gegraben hat ist einfach wie ein kleines Paradies. Der Schultag heute war relativ ereignislos. Ich mag den Unterricht in der vierten Klasse, die Kinder sind sehr motiviert, das kann natürlich daran liegen das ich noch der "Mzungu", der Weiße Mensch, bin. Aber es ist auch angenehm, weil sie nur 11 Schüler sind. Die dritte Klasse ist dafür sehr anstrengend, sie ist groß, hat einige Klassenclowns und der Reife- und Intelligenzunterschied ist doch gewaltig, im Gegensatz zur Vierten. Da Charlotte gestern nicht mitgelaufen ist sind wir heute nochmal los gewesen. Gegen Ende der Strecke musste ich dann doch ziemlich dringend auf die Toilette, als ich endlich wieder zuhause war... Blasenentzündung, zumin. vermute ich das. Die ist gerade, wenn man nur ein Plumsklo zum Hinhocken hat wirklich schmerzhaft, unangenehm und einfach nur bescheuert. Ansonsten geht es mir eigentlich ganz gut, meine Füße sind zwar total zerstochen und haben mich total genervt, doch jetzt habe ich irgendwie andere Sorgen.
Ich hoffe, dass es euch allen besser geht und wünsche euch alles Liebe
eure Sonnenverbrannte, leidende (^^), euch um euer Wetter nicht beneidende
HANNE
Montag, 10. Oktober 2011
Der Fluß
Hallo ihr Lieben,
da bin ich wieder! Gestern morgen ging es schon um halb 7 los, ohne Frühstück und zufuß zur "Kirche". Diese bestand aus mit Wellblechdächern bedeckten Holzgestellen. Vom Gottesdienst selbst haben wir eigentlich nichts vertstanden, da dieser auf Luo war, aber es wurde viel gesungen und spezielle Tanzkinder tanzten zu den Liedern vom Chor. Am Ende des Gottesdienstes wurden wir auch kurz nach vorne gebeten um uns selbst vorzustellen. Ihr könnt euch bestimmt vortstellen, was für unmengen wir verschlungen haben als wir zurück kamen. Den Tag verbrachten wir dann damit Briefe zu schreiben, Wäsche aufzuhängen, beim Abwasch zu helfen, mit den Kindern Fußball zu spielen und eben den Dingen, die während der Woche liegen geblieben waren. Wir sind auch mit Biata, meiner neunjährigen Gastschwester an den Fluß gegangen. Biata musste Wasser holen und ihre kleine Schwester Ilka (6 Jahre) waschen, außerdem wollte sie selbst baden. Charlotte und ich waren noch nie am Fluß und der Anblick war einfach wunderschön, wenn die Internetverbindung endlich mal gut ist versuche ich Bilder hoch zu laden. Es war den ganzen Tag sehr heiß und so genossen wir es einfach am Fluß zu sitzen und die Beine ins Wasser hängen zu lassen. Kurz darauf regente es kurz und nur ganz leicht, sodass wir danach tatsächlich noch laufen gehen konnten. Eigentlich wollten wir danach einfach in den Fluß springen, Florence verbat es uns, weil sie uns erst zeigen wollte, wie man in dem Fluß zu baden hatte und wo zu tiefe Stellen sind. Wir sind dann doch noch zu Fluß um uns zu dehnen und noch Übungen zu machen und um einfach die Schönheit des kleinen Tals mit den steilen Abbruchkanten und den darüber hängenden Bäumen zu genießen. Abends haben wir dann zum Essen Kartoffeln in Streifen geschnitten und sie über dem Feuer frittiert und sie schmeckten tatsächlich wie zu hause. Es gab auch kleine Fische in einer Tomatensoße. Sie sind so klein, dass man sie ganz kocht und auch ganz isst, sie schmecken einfach nur nach Fisch.
Am nächsten morgen, also heute musste ich dann um 6 Uhr hoch, da ich ja den längeren Schulweg habe und heute zum ersten Mal mit dem frisch reparierten Fahrrad farhen. Naja nach 10 Metern merkte ich dann, dass es vorne Platt war. Zum Frühstück sollte es eigentlich wie immer Brot geben, doch das war leider schimmelig. Wir baten Florence extra es den Kindern nicht zu geben, doch darauf wird ja nicht gehört. Die Kinder haben damit auch kein Problem, sie würden das Brot auch aus dem Müll wieder heraus fischen (der wird hier übrigens ohne Ausnahme einfach nur verbrannt). Naja also habe ich heute doch wieder das Pikipiki genommen. In der Schule habe ich mir dann erstmal einen Stundenplan zusammen gestellt, damit ich mich auch auf meine Stunden vorbereiten kann, doch da teilweise mehrere Lehrer das selbe Fach in einer Klasse unterrichten, ist das eine recht schwierige Aufgabe. Am Ende war ich vom Unterricht doch recht geschafft und frustriert, man braucht teilweise eine halbe Stunde bis die Kinder eine Aufgabenstellung verstehen (eine Schulstunde geht hier 35 Minuten), in Science kann ich die Kinder nicht wirklich unterrichten, da sie erstens mit dem Buch durch sind und ich die ganzen Fachbegriffe nicht auf Englisch kann. Zuhause hab ich mich dann erst mal eine halbe Stunde an den Fluß gesetzt. Ein kleines Mädchen war bei mir, ich kannte sie nicht und sie verstand auch kein Englisch, so haben wir einfach da gesessen uns gegenseitig gezeigt wie man Pfeifen kann und uns angelacht. Ich habe auch Tagebuch geschrieben, aber als INsekten kamen und mir eine Ameise in den Hintern gebissen hatte, bin ich dann doch zurück um auch noch beim Abwasch zu helfen. Jetzt fangen wir gleich mit Kochen an und ich sitze noch vor der Hütte, während es draußen dunkel wird um euch alles zu erzählen.
Die liebsten Grüße von einer zerstochenen HANNE
Sonntag, 9. Oktober 2011
08.10.2011
Hallo ihr Lieben,
ich schreibe jetzt einfach schon zuhause die Posts vor. Denn gestern hat sich der eine Eintra,g als ich ihn zur Hälfte geschrieben hatte, plötzlich gelöscht und das war, wie ihr an der Länge des Posts ablesen könnt, ja eine ganze MengeAarbeit. Also greife ich auf das Standardverfarhen von Copy und Paste zurück, das ich ja aus der Schule zur Genüge kenne^^.
Nachdem ich gestern das Internetcafe verlassen hatte nahm ich mir ein Pikipiki zurück nach Mbaga, Charlotte war schon bei Annes Familie und ich sollte nachkommen. Wir schauten uns zusammen Fotos von Charlottes Reise mit dem Workcamp nach Mombasa und ihrer Safari an und die Kinder spielten in unseren Haaren herum. Anne machte uns auch zum Abendessen Chapati. Die nahmen wir dann mit als Father Edmund uns abholte. Bei ihm gab es dann ein Festmahl. Uns wurden leckere Spagetti, Hühnchen, Reis, ein spinatartiges Gemüse (naja) und die Chapatis vor die Nase gesetzt. Wir mussten nichts mit vorbereiten, da einer von den Jungen, denen Father die Schulbildung auf der Secondary School ermöglichte ihm dafür im Haushalt half und auch kochte. Father hatte zwei dieser Jungen und ermöglichte außerdem einem Mann, für ihn zu kochen und einer Frau für ihn zu waschen um sich Geld zu verdienen. Doch vor dem Essen genossen Charlotte und ich noch den Genuss einer RICHTIGEN Dusche mit warmem Wasser. Es war himmlisch! Am Abend schauten wir uns noch eine DVD von dem großen Chor und einem kleinen Kinderchor an, die beide hier aus Mbaga kamen.
Am nächsten Morgen mussten wir um kurz vor 6 aufstehen und uns für die Messe um halb 7 fertig machen. Es war mein erster afrikanischer Gottesdienst. Die Kirche war voller Schüler aus, ich glaube, mehr als 3 Schulen, für die die Messe Pflicht ist. Man hörte ihren Gesang schon von weitem aus Kriche. Allgemein wurde in diesem Gottesdienst viel mehr gesungen als bei uns in Deutschland. Das ganze Gebiet in dem ich lebe ist katholiosch und so gab es auch in diesem Gottesdienst ein Abendmahl an dem Charlotte und ich teilnahmen. Wir wurden auch von Father Edmund kurz vorgestellt und wir erzählten wie lange wir wo bleiben würden. Ich habe leider nicht so viel von der Messe selbst verstanden, weil sie auch viel auf Luo war. Nach der Messe packten wir unsere Sachen, verabschiedeten uns noch schnell von Anne und fuhren mit Father Edmund und Sister Cornelius zurück anch Kisumu. Im Nakumatt wurde noch die nächste Fuhre Obst gekauft und es ging weiter nach Masogo. Father Edmund und Sister Cornelius wollten gerne sehen wie wir wohenen und waren, obwohl es echt trocken war (es hatte gestern wohl nicht geregnet), vom Matsch überrascht. Vorallem weil am Fluß eine steile Abbruchkante direkt am Weg bzw. jetzt schon da ist wohl mal Weg war. In einem Monat wird der Weg wohl verlegt werden müssen, denn jetzt ist er schon nur noch einen halben Meter breit, zwischen dem Fluß und einem Grundstück. Während unsere Gäste sich mit Charlotte ihre Schule anschauten, die ja nur 3 Minuten entfernt liegt. Habe ich endlich meine Sachen Waschen können und danach war es schon Zeit zu Kochen. Florence verspätet sich stark, ihr Vater liegt mit Diabetis im Krankenhaus, also ist es unser Job das Essen und Ugali für die Kinder zu machen. Meine Kartoffelsuppe war zwar keine Suppe, sondern nur gekochte Kartoffeln aber geschmeckt hat es trotzdem.
Freitag, 7. Oktober 2011
07.10.2011 17:02
Hallo ihr Lieben,
da bin ich wieder. Vielen Dank für die unglaublich lieben, aufbauenden und stärkenden Grüße von euch allen. Es tut mir Leid, dass ich mich erst jetzt wieder bei euch melden kann, aber in unserer Hütte ist die Internetverbindung zu langsam zu Blog schreiben. Also um da fortzufahren, wo ich aufgehört habe: Am Monatg haben wir es leider nur geschafft Charlottes Schule anzuschauen, die Wambi. Dort waren die Lehrer zwar freundlich und höflich, doch irgendwie auch distanziert. Es fehlte die Offenheit und Herzlichkeit, die wir von unserer Gastfamilie erfahren hatten. Das steigerte mein Heimweh natürlich noch einmal. Doch der nächste Tag sollte besser werden. Am Dienstag haben wir noch kurz in meiner Schule vorbei, wo ich sehr herzlich und fröhlich von den Lehrern begrüßt wurde. Ich wurde kurz den Klassen vorgestellt und dann wollte Aloyce schon wieder weiter. Wir fuhren mit dem Matatu für umgerechnet 80 cent nach Kisumu, die nächst größere Stadt hier. So ein Matatu hat immer ungefähr 12 freie Plätze, aber es wird immer unglaublich voll gestopft. In Kisumu kauften wir dann eine ganze Menge ein. Ich brauchte eine Simkarte und wir mussten unseren Internetstick aufladen. Im großen Supermarkt wurden dann noch Schüsseln und Tape, Papier und Bettlaken, Brot und Aufstrich gekauft. Auf dem Rückweg zur Matatustation ging es durch eine große Markthalle in der wir endlich, die, von mir lang ersehnten früchte kauften, Ananas, Melone, Karotten und Bananen. Als wir endlich wieder zuhause waren, es war heiß und eng und staubig den ganzen Tag und erst recht in der 3/4 Stunde im Matatu, konnte ich endlich wieder mit Lars telefonieren. Doch wir wurden schnell enttäuscht, auch von der Safaricom-Simkarte war das Telefonieren unglaublich teuer und die Billigvorwahlen schienen nicht zu funktionieren. Charlotte und ich haben noch schnell das Dach abgeklebt und ich hoffte, nun von Regen in meinem Bett verschont zu bleiben. Hier in Afrika kippe ich einfach unglaublich schnell ins Bett, das ist erstaunlich, spätestens um 10 fallen mir einfach die Augen zu.
Am Mittwoch hatte ich dann meinen ersten richtigen Schultag, weil es am Dienstagabend noch geregnet hatte, war mein Weg unglaublich matschig. Ich muss immer etwas 20 Minuten durch den Schlamm zur etwas großeren "Straße" laufen. Dort kann ich dann ein Pikipiki für ca. 50 cent in den Ort nehmen. In der Schule wurde ich trotz meiner Verspätung sofort freundlich begrüßt und anch meinen Unterrichtswünschen gefragt. Eigentlich wollte ich erstmal einem Lehrer bei der Arbeit zuschauen, aber als ich dann in der Klasse stand und der Leherer wieder raus ging, war ich auf mich allein gestellt. Die Kinder sagten, sie hätten Englisch, sie zeigten mir, wo sie in ihrem Buch waren und erwarteten von mir Unterricht. Ich sprach also die Aufgabe über myself, yourself, himself... durch und ließ sie danach die Aufgabe aus dem Buch machen. Als sie fertig waren kamen sie zu mir um es korrigieren zu lassen und schon war die Stunde vorbei, glücklicherweise. Ganz ähnlichlief es in der nächsten Stunde bei derselben dritten Klasse (es gibt 3 Vorschulklassen und 5 Primaryklassen) ab. Danach schaute ich mir tatsächlich auch nochmal den Unterricht in der fünften Klasse an. Und danach sollte ich wieder selber unterrichten, diesmal in der vierten Klasse. Doch die Schüler haben gut mitegarbeitet und waren sehr geduldig mit mir. Ich habe das Gefühl meine Arbeit gar nicht so schlecht gemacht zu haben. Nach der Gamestime (ca 16 Uhr) konnte ich dann nach Hause gehen. Die Lehrer können noch bis 17 Uhr unterrichten, müssen sie aber nicht. Ich werde wohl immer um 4 gehen, weil ich echt groggy bin. Ich war gerade noch rechtzeitig vor dem nächsten Platzregen zu Hause. Ich muss mich leider jetzt ein wenig beeilen weil das Cafe gleich schließt, also wirds jetzt ein wenig kürzer. Am Donnerstag war mein zweiter Tag, ich nahm wieder das Pikipiki zur Schule und unterrichtete Englisch und Mathe in der vierten Klasse und nochmal Englsich in der Dritten, wobei mir die Vierte sehr viel lieber ist, sie hat nur 12 Schüle, im Gegensatz zu der Dritten mit 3. In der Vierten und Fünften Klasse bekam ich von den Schülern dann sogar noch Luounterricht. In einer der Pausen bekam ich dann auch das erste Mal ein Punsihment mit. Zwei Jungs hatten sich von im Klassenraum egprügelt und nun wurden sie ziemlcih hart ca 5 Mal vor der ganzen versammelten Schule mit einem harten Stock geschlagen. Es war ziemlich hart das mit anzusehen. Vielleicht kann ich in meinen 10 Monaten hier etwas an der Einstellung der Lehrer ändern, oder zumindest die Häufigkeit des Punishments senken.
Ich war zum Glück wieder knapp vor dem Regen zuhause. Doch leider war die Hütte abgeschlossen weil Charlotte noch in der Wambi war. Ich saß also mit 4 kleinen Kindern in der Küchenhütte und wartete. In der Zeit wurde Feuer gemacht und als der Regen weniger wurde konnt Lars mich endlich erreichen, mit einer Billigvorwahl. Die Kinder machten sich Wasser warm und duschten sich splitternackt im Nieselregen draußen. Dann kam auch Charlotte und ich konnte in die Hütte. Jetzt nahm auch ich mein Duschzeug und genoß in der kleinen Duschkabine den Luxus von warmem Wasser. Mein Durchfall war inzwischen weg und auch die Magenkrämpfe ließen nach. Nun fingen die Zwiebeln und Bohnen langsam an ihren Tribut zu fordern.
Heute morgen ging es dann früh los mit dem Matatu nach Kisumu und dann mit einem anderen Matatu nach Siaya. Charlotte und ich wollte den Ort besuchen an dem Charlotte ihr Workcamp hatte. Sie fühlte dich dort noch sehr viel mehr zuhause als bei Aloyce und hatte Sehnsucht nach den Menschen, die sie in den 4 Wochen dort kennen gelernt hatte. Wir fuhren von Siaya mit dem Pikipiki nach Mbaga und besuchten Father Edmund. Dort hatte Charlotte, die 4 Wochen mit den anderen Workcamplern geschlafen und danach besuchten wir noch die Schulen und die Gesundheitsstation. Nun sitze ich in Siaya im Internetcafe um euch zu schreiben. Ich hoffe ihr schreibt mir weiter auch so fleißig und für alle, die mir auch was handfestes geben wollen bekommt ihr noch mal meine Adresse hier in Afrika:
Kamancha Foundation
Aloyce Abila / Hanne Loewer
Aloyce Abila / Hanne Loewer
Box 105 Miwani
Masogo, Kisumu, Kenya
Ich wünsch euch alles Gute und hoffe, dass ihr mir auch alles wichtige schreibt.
Die besten Grüße von einer immernoch etwas heimwehkranken Hanne
Die besten Grüße von einer immernoch etwas heimwehkranken Hanne
Abonnieren
Posts (Atom)