So da bin ich wieder!
Ich werde euch jetzt nicht mehr ganz so häufig schreiben. Ich finde hier langsam meinen Rhythmus, es ist nicht mehr alles so neu und spannend, also wird es wohl auf einwöchige Berichte hinaus laufen. Ich will euch ja schließlich nicht mit eintönigen „Heute war ich wie immer in der Schule“-Wiederholungen nerven.
So ich glaube am Samstag habe ich mich zuletzt gemeldet, da habe ich ja auch, wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, die Bilder endlich hochladen können. Ich hoffe die Beschriftungen sind eindeutig und gut zu verstehen. Ihr wisst ja wenn ihr Fragen habt, dann meldet euch.
Am Samstagabend hatten wir dann noch Besuch von Florence‘ Schwester Ruth. Eine Frau, die wirklich vieles zu erzählen hat... sehr oft. Manchmal kann einem das echt auf die Nerven gehen, denn die Leute wiederholen hier immer also 4 und 5 Mal und man hat das Gefühl, wie ein kleines Kind behandelt zu werden. Naja sie hat uns dann auch noch gezeigt, wie man richtig Chapati macht. Das fängt schon beim Ausrollen an, Chapatis werden erst ausgerollt und mit Öl bestrichen, dann wieder zu einer Schnecke zusammen gerollt, liegen gelassen und neu ausgerollt. So entsteht bei Backen ein luftiger Fladen, da die einzelnen Schichten durch das Öl nicht zusammen backen. Beim Backen wird er dann noch mehrmals gewendet und es werden teilweise 3 übereinander gestapelt und der unterste dann herausgeholt und irgendwie bin ich noch nicht durch den Backprozess durchgestiegen^^.
Am Sonntag wurden wir dann von Aloyce in die Kirche geschleppt, ich habe ja nichts dagegen in die Kirche zu gehen aber ich war um 11 mit einer Lehrerin von meiner Schule verabredet und konnte einfach nicht verstehen wieso es Aloyce so wichtig war, das ich ausgerechnet dieses Wochenende in die Kirche gehe. Aber als wir da waren hat er es uns erklärt. Der Gottesdienst wurde von den vier verschiedenen Gemeinden des Parishs besucht und war dementsprechend groß und zu meinem Leid auch recht lang. Er ging von 9 bis halb 1. Danach bin ich dann recht zügig nach Masogo gefahren, mit einem schlechten Gewissen, weil ich so spät war, nur um zu bemerken, dass mich die Lehrerin nur deswegen so früh bestellt hatte, weil sie wieder auf meine Hilfe bei ihrem Abwasch (den ich schon ein, zwei Mal für sie gemacht habe) gehofft hatte. Es war sogar noch Zeit, dass ich den anderen Frauen beim Vorbereiten des Hochzeitsessen helfen konnte, d.h. Tomaten schneiden, Chapatis naschen, Reis puhlen (schlechte Körner und Steinchen aussortieren) und mit der kleinen Nasha spielen. Die Hochzeitszeremonie war eigentlich nicht sehr anders als in Deutschland, der Einzug der Braut dauert sehr viel länger und die Braut wird ermahnt dem Bräutigam auch ja genug zu essen zu kochen u.ä. doch ansonsten… Wie überall eigentlich wurde ich auch hier extra begrüßt, obwohl ich eigentlich nicht wirklich eingeladen war und hätte mich auch nach vorne setzten können, doch darauf habe ich dann doch lieber verzichtet. Nach der Zeremonie werden noch in der Kirche die Dokumente unterschrieben (so wie im Standesamt eigentlich) und ein Kuchen angeschnitten, der vom Brautpaar an die Eltern, Schwiegereltern und ein paar Gäste „verfüttert“ wurde (so lange der Vorrat reicht). Hier konnte ich mich dann nicht mehr wehren, ich wurde quasi über die Stühle getragen um einen Qubikcentimeter des Kuchens von der Gabel der Braut zu bekommen.
Nach der Hochzeit habe ich mich noch mit Aloyce und dem Manager der Tischlerei getroffen, beim ersten Treffen hatte ich letzteren nicht kennen gelernt. Ich habe ihm die Anleitung für meinen Schöpfrahmen gegeben und wir haben besprochen, ob es nicht noch eine Möglichkeit für mich gäbe auch ein wenig hier zu arbeiten. Am Dienstag werde ich meinen ersten Nachmittag dort verbringen, ich habe noch keine Ahnung, was ich dort machen werde, denn an die Maschinen werden sie mich wohl nicht gleich lassen, aber das kann ich dann ja alles dann sehen.
Heute haben die Examen dann tatsächlich angefangen und ich habe sowohl die vierte als auch die fünfte Klasse beaufsichtigt und die Ergebnisse korrigiert. Hier muss man eigentlich auch jedes Mal das Aufgabenblatt, das für die Schulen der Region gleich ist, nach Fehlern durchsuchen, ein oder zwei sind immer dabei. Als ich dann vorhin angefangen habe euch zu schreiben, kam auch aus der einen Hüttenecke ein lautes knarrendes Geräusch, ich war voll verwirrt, habe nachgeschaut aber nichts gefunden. Später kam es ab und zu immer wieder. Irgendwann habe ich dann mal in einen meiner Schuhe geguckt und da saß doch tatsächlich so eine dicke, fette Kröte drin. Sie hat mich doch sehr an den Chor im ersten Harry-Potter-Film erinnert. Naja jetzt ist sie jedenfalls draußen^^. Mit Kröten habe ich auch kein so großes Problem, meine Insektenstiche machen mir da schon mehr Sorgen. Sie hören einfach nicht auf, jede Nacht habe ich neue. Wir vermuten das es Flöhe sind die sich irgendwo in meiner Matratze versteckt haben. Die wurde jetzt schon bearbeitet, doch das Jucken zerrt wirklich an meinen Nerven und ich hoffe einfach nur, dass das jetzt besser wird.
So ich glaube am Samstag habe ich mich zuletzt gemeldet, da habe ich ja auch, wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, die Bilder endlich hochladen können. Ich hoffe die Beschriftungen sind eindeutig und gut zu verstehen. Ihr wisst ja wenn ihr Fragen habt, dann meldet euch.
Am Samstagabend hatten wir dann noch Besuch von Florence‘ Schwester Ruth. Eine Frau, die wirklich vieles zu erzählen hat... sehr oft. Manchmal kann einem das echt auf die Nerven gehen, denn die Leute wiederholen hier immer also 4 und 5 Mal und man hat das Gefühl, wie ein kleines Kind behandelt zu werden. Naja sie hat uns dann auch noch gezeigt, wie man richtig Chapati macht. Das fängt schon beim Ausrollen an, Chapatis werden erst ausgerollt und mit Öl bestrichen, dann wieder zu einer Schnecke zusammen gerollt, liegen gelassen und neu ausgerollt. So entsteht bei Backen ein luftiger Fladen, da die einzelnen Schichten durch das Öl nicht zusammen backen. Beim Backen wird er dann noch mehrmals gewendet und es werden teilweise 3 übereinander gestapelt und der unterste dann herausgeholt und irgendwie bin ich noch nicht durch den Backprozess durchgestiegen^^.
Am Sonntag wurden wir dann von Aloyce in die Kirche geschleppt, ich habe ja nichts dagegen in die Kirche zu gehen aber ich war um 11 mit einer Lehrerin von meiner Schule verabredet und konnte einfach nicht verstehen wieso es Aloyce so wichtig war, das ich ausgerechnet dieses Wochenende in die Kirche gehe. Aber als wir da waren hat er es uns erklärt. Der Gottesdienst wurde von den vier verschiedenen Gemeinden des Parishs besucht und war dementsprechend groß und zu meinem Leid auch recht lang. Er ging von 9 bis halb 1. Danach bin ich dann recht zügig nach Masogo gefahren, mit einem schlechten Gewissen, weil ich so spät war, nur um zu bemerken, dass mich die Lehrerin nur deswegen so früh bestellt hatte, weil sie wieder auf meine Hilfe bei ihrem Abwasch (den ich schon ein, zwei Mal für sie gemacht habe) gehofft hatte. Es war sogar noch Zeit, dass ich den anderen Frauen beim Vorbereiten des Hochzeitsessen helfen konnte, d.h. Tomaten schneiden, Chapatis naschen, Reis puhlen (schlechte Körner und Steinchen aussortieren) und mit der kleinen Nasha spielen. Die Hochzeitszeremonie war eigentlich nicht sehr anders als in Deutschland, der Einzug der Braut dauert sehr viel länger und die Braut wird ermahnt dem Bräutigam auch ja genug zu essen zu kochen u.ä. doch ansonsten… Wie überall eigentlich wurde ich auch hier extra begrüßt, obwohl ich eigentlich nicht wirklich eingeladen war und hätte mich auch nach vorne setzten können, doch darauf habe ich dann doch lieber verzichtet. Nach der Zeremonie werden noch in der Kirche die Dokumente unterschrieben (so wie im Standesamt eigentlich) und ein Kuchen angeschnitten, der vom Brautpaar an die Eltern, Schwiegereltern und ein paar Gäste „verfüttert“ wurde (so lange der Vorrat reicht). Hier konnte ich mich dann nicht mehr wehren, ich wurde quasi über die Stühle getragen um einen Qubikcentimeter des Kuchens von der Gabel der Braut zu bekommen.
Nach der Hochzeit habe ich mich noch mit Aloyce und dem Manager der Tischlerei getroffen, beim ersten Treffen hatte ich letzteren nicht kennen gelernt. Ich habe ihm die Anleitung für meinen Schöpfrahmen gegeben und wir haben besprochen, ob es nicht noch eine Möglichkeit für mich gäbe auch ein wenig hier zu arbeiten. Am Dienstag werde ich meinen ersten Nachmittag dort verbringen, ich habe noch keine Ahnung, was ich dort machen werde, denn an die Maschinen werden sie mich wohl nicht gleich lassen, aber das kann ich dann ja alles dann sehen.
Heute haben die Examen dann tatsächlich angefangen und ich habe sowohl die vierte als auch die fünfte Klasse beaufsichtigt und die Ergebnisse korrigiert. Hier muss man eigentlich auch jedes Mal das Aufgabenblatt, das für die Schulen der Region gleich ist, nach Fehlern durchsuchen, ein oder zwei sind immer dabei. Als ich dann vorhin angefangen habe euch zu schreiben, kam auch aus der einen Hüttenecke ein lautes knarrendes Geräusch, ich war voll verwirrt, habe nachgeschaut aber nichts gefunden. Später kam es ab und zu immer wieder. Irgendwann habe ich dann mal in einen meiner Schuhe geguckt und da saß doch tatsächlich so eine dicke, fette Kröte drin. Sie hat mich doch sehr an den Chor im ersten Harry-Potter-Film erinnert. Naja jetzt ist sie jedenfalls draußen^^. Mit Kröten habe ich auch kein so großes Problem, meine Insektenstiche machen mir da schon mehr Sorgen. Sie hören einfach nicht auf, jede Nacht habe ich neue. Wir vermuten das es Flöhe sind die sich irgendwo in meiner Matratze versteckt haben. Die wurde jetzt schon bearbeitet, doch das Jucken zerrt wirklich an meinen Nerven und ich hoffe einfach nur, dass das jetzt besser wird.
Auch wieder viel neues erfahren^^
AntwortenLöschenund wenigstens einer macht hier noch comments :D
<3
dass du so unter dem jucken leidest kann ich nur zu gut verstehen!!!!!!!!!!soll ich mich mal schlau machen?
AntwortenLöschenein toller langer bericht, danke!